Das zweite mal Postmodern Jukebox live

Gestern habe ich nun innerhalb von 12 Monaten mein zweites Postmodern Jukebox Konzert gesehen. Das letzte mal war ja im Mai vergangenen Jahres. Weil mich dieses Konzert so schwer begeistert hat, und ich diese Truppe mal in anderer Besetzung sehen wollte, fackelte ich Anfang des Jahres nicht lange, und holte mir für das diesjährige Konzert in Berlin ein Ticket.

Dieses mal fand das Konzert im Tempodrom statt. Ich war ja noch nie im „neuen“ Tempodrom, daher war ich in doppelter Hinsicht gespannt. Einmal auf das Konzert selber, und zum anderen auf den für mich neuen Veranstaltungsort.
Kenne ich das Tempodrom doch noch aus der Zeit vor dem Neubau, wo es ein Zirkuszelt war.

Skeptisch, sehr skeptisch war ich schon beim Kauf des Tickets, denn im Tempodrom gibt es nur „Bestuhlung“ Nix da mit Stehplatz. Alle müssen artig auf Stühlen Platz nehmen.
Um es vorneweg zu nehmen, ich fand die Stimmung hat darunter schon etwas gelitten. So richtig mitgehen konnte man in sitzender Haltung nicht. Und erst bei den letzten zwei Nummern, wo dann alle aufgestanden sind, wurde alles viel viel gelöster. Schade, wirklich.
Aber das soll nicht bedeuten das das diesjährige Konzert in Berlin schlecht war. Es warschon ein klasse Konzert.

Teile der Setlist (und leider auch Gags) vom letzten Jahr wurden übernommen, aber eben mit veränderter Besetzung.
Von den Gesangskünstlern vom letzten Jahr war nur Sara Niemitz dabei. Ich mag Sara Niemitz, sie zeigt immer so viel Spielfreude und Begeisterung bei den Postmodern Jukebix Nummern, das macht immer einen Heidenspaß da zuzugucken. Und eine klasse Stimme hat sie obendrein.

Aber Stimmtechnisch haben mir Dani Armstrong und Maiya Sykes im wahrsten Sinne des Wortes den Atem geraubt. Die Bandbreite und das Volumen das diese Frauen mit ihren Stimmen produzieren war echt faszinierend. Ich bin über das gesehene und gehörte immer noch hin und weg.
Dani Armstrong hat mit „Toxic“ von Britney Spears eine Hammerdarstellung abgeliefert. So wünsche ich mir einen Song für einen James Bond Film.  Hier ein Video der Nummer von diesem Abend. Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut wenn ich daran denke.
„Creep“ von Radiohead wurde von Maiya Sykes auf ein höheres Level gehievt. Ich mag den Song schon im Original, aber diese Umsetzung schlägt das Radiohead Original um Längen.

Gefreut habe ich mich, endlich auch mal Robyn Adele Anderson zu sehen und zu hören. Ich mag ihre Gestik und Mimik zu den Songs. Aber ich frage mich immer noch bei ihrer Einleitung zu „Thrift Shop„, ob sie wirklich deutsch kann oder ob das einstudiert war.

Den männlichen Gesangspart stellte dieses mal Blake Lewis, der auch durch die Show führte. Lewis wusste auch zu begeistern.  Vor allem wie er dann zu „Radioactive“ einen auf Beatbox machte, was er durchaus gut kann. War schon klasse die Nummer.

Aber laut ist es dieses mal gewesen finde ich. Vielleicht liegt das auch an meinen neuen Hörgeräten. Ich glaube mein rechtes Hörgerät ist da teilweise nicht mitgekommen, wenn Dani Armstrong und Maiya Sykes in sehr hohe Tonlagen abdrifteten (oh wie ich es geliebt habe). Da wurde der Ton dann doch arg verzerrt.

Die letzte Nummer vor der Zugabe war echt niedlich. Gespielt wurde „Sorry“ (von Justin Bieber… in der Version von Postmodern Jukebox aber eine echte Killernummer) , wo alle gemeinsam spielten und sagen, und da wurde dann ein kleines Mädchen von ca. neun Jahren aus dem Publikum geholt. Die Kleine war echt verdattert, sang aber artig den Refrain mit. ich fand das so goldig, ehrlich. Mir muss da allerdings irgendwas ins Auge gekommen sein, anders kann ich mir das aus den Augen rollende Tränchen in dem Moment nicht erklären.

Kann man mich dieses mal auf dem Abschlußbild sehen? Ich jedenfalls kann mich nicht entdecken, meine Arme sind wohl nicht lang genug:

 

Werde ich auch im nächsten Jahr zu Postmodern Jukebox gehen? Wahrscheinlich, denn es war ein echtes Erlebnis. Ganz anders als all die anderen vielen Konzerte anderer Künstler die ich bisher gesehen habe. das wäre dann mein drittes PMJ Konzert, und bekanntlich bin ich ja kein Freund von geraden Zahlen.
Na mal schauen.

 

6 Gedanken zu „Das zweite mal Postmodern Jukebox live

    1. AndiBerlin Beitragsautor

      In der Tat, die Truppe ist ein sehr spaßiger Haufen. In Europa touren sie derzeit mit zwei Bands. Ein Teil absolviert gerade in England Konzerte, der andere Teil im restlichen Europa. Unter dem Hashtag #pmjtour kann man sich (zum beispiel auf Instagram) ein Bild davon machen, was so innerhalb der Truppe und auf der Bühne so abgeht.
      Mir kamen die bis jetzt zwei erlebten Konzerte immer so vor, wie eine spaßige Geburtstagsparty mit ganz viel guter Musik.

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  1. Der Applejünger

    Ha, habe gerade beim Checken meiner Mails die Nachricht über deinen Tweet erhalten! 😀

    Ich bin mal gespannt, ob die im Kölner E-Werk bestuhlen oder nicht. Wie lange dauerte das Konzert??

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    1. AndiBerlin Beitragsautor

      Wenn das E-Werk per se nicht bestuhlt ist, wird da wohl auch nichts sein. Steht denn auf Deiner Karte nichts drauf?
      Im ganzen hat das Konzert gut zwei Stunden gedauert, aber von mir aus hätte es ruhig noch länger gehen können. Ich bin jedenfalls gespannt wie es Dir dann gefallen hat, und in welcher Besetzung PMJ in Köln auftritt.

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