Archiv der Kategorie: Fotodingens

Tschüß Kontaktlinsen

Mit meinem 18’ten Lebensjahr trug ich Kontaktlinsen. Damals hat die Kasse in meinem Fall die Linsen noch zu 100% bezahlt, weil ich so einen extremen Unterschied der Sehfähigkeit von links zu rechts hatte (und auch weiterhin habe).

18, das ist jetzt auch schon 27 Jahre her. Ach, einmal noch so jung sein… aber ich schweife ab.
Es war schon geil, so plötzlich ohne Brille zu leben. ich kam, soweit recht gut mit den Linsen klar. Bis auf die Momente, wo ich dann und wann mal kleine Staubkörner oder ähnliche Störenfriede sich zwischen Linse und Auge verfangen haben, was meist bei Wind der Fall war. Denn ich hatte harte Linsen, und die sind kleiner als weicher Linsen, und doch empfindlicher für die Augen. Die Eingewöhnungszeit bei harten Linsen ist nicht umsonst länger.
Wenn sich also Fremdkörper zwischen Auge und Linsen verfangen haben, waren das wirklich unerträgliche Schmerzen. Das war nicht so schön.

Aber wie erwähnt, im großen und ganzen bin ich recht gut mit den Linsen zurechtgekommen.
Irgendwann, ich weiß nicht mehr genau wann das war, zahlte die Kasse auch nichts mehr zu, so das ich die Linsen dann voll aus eigener Tasche bezahlen musste. Nun ja, wie bei so vielen Dingen die die Kassen einstmals noch bezuschusst haben. Wer kennt das nicht?
Dennoch setzte ich weiterhin auf die von mir lieb gewonnen Kontaktlinsen.

Als ich 2008 dann eine Augen OP machen wollte, und sich herausstellte das diese nicht bei mir anwendbar ist, da fiel schon eine Welt für mich zusammen. So ganz ohne Sehhilfe gut gucken und sehen zu können, das wäre schon klasse. Aber hat eben nicht sollen sein, wie man so schön sagt.
Und so trug ich weiterhin die Kontaktlinsen.

  Linse_Finger

Aber im laufe der Zeit wurden die Dinger immer lästiger. Jeden Abend die Teile raus popeln, und am Morgen dann wieder einsetzen wurde immer nerviger. Auf ja keinen Fall mit den Linsen einschlafen war meine Devise, egal wie müde ich dann war, ich popelte die Linsen aus dem Auge. So mancher spontane Nachmittagsschlaf wurde dadurch torpediert. Denn mit harten Kontaktlinsen schlafen ist nicht so angenehm, glaubt mir.

So ging ich im laufe der Zeit dazu über, wieder häufiger Brille zu tragen. Es ist eben angenehmer, wenn man müde ist einfach die Brille abzusetzen und sich hinzulegen, anstatt da erst an den Augen herum zu polken, die Linsen zu reinigen (sehr wichtig!), und sich dann mal hinzulegen.
Ganz zu schweigen an windigen Tagen, wo ich mit Brille ohne Angst das Haus verlassen kann ohne zu fürchten das mir da wieder ein Staub- oder Sandkorn ins Auge donnert.

Ich glaube seit vier Jahren trage ich keine Linsen mehr. Dennoch lagen sie in meinem Schrank, obwohl ich sie nie mehr tragen könnte. Denn die Flüssigkeit in der sie lagen ist nun total ausgetrocknet. ich glaube die jetzt einzusetzen wäre sehr schmerzhaft. Und das sich meine Augen wieder wochenlang an Linsen gewöhnen müssen ist nach vier Jahren ohne Linsen wohl sicher.
Und so fasste ich mir heute ans Herz, und beförderte die Linsen samt Behälter und übrig gebliebenen Reinigungsmitteln in den Müll. Es war schon sein seltsames Gefühl.
Aber mit Brille fühlt es sich doch besser an, so meine Erfahrung in den letzten Jahren ohne Linsen. Vor allem ist es viel bequemer.

Aber ein letztes Bild mit einen der beiden Danbos und einer Linse musste sein.

  Linse_Danbo

Im Naturkundemuseum Berlin

Letzten Freitag habe ich endlich das Naturkundemuseum Berlin besucht. Ich war ja, Schande über mich, noch nie da. Und in diesem Urlaub wollte ich es endlich aufsuchen. Zu viele Leute haben mir schon davon vorgeschwärmt, so das ich das Museum dann auch mal besuchen wollte.

Das Problem mit mir und Museen ist ja, ich kann mich nicht sonderlich lange an einem ausgestellten Stück aufhalten, es zieht mich gleich zum nächsten.
Wie ich die Tage erfahren habe, ist das eine Eigenheit vieler introvertierter Menschen wie ich es bin (ich glaube ich gehe in einem der nächsten Beiträge mal näher darauf ein). Sie nehmen Dinge, wie zum Beispiel in Museen, rasch auf und ziehen dann weiter zum nächsten. Irgendwann ist es genug, und sie wollen dann nur raus und den Informationsoverkill langsam abkühlen lassen.
Genossen habe ich den Museumsbesuch dennoch.

Gleich nach dem Eingang wird man von großen Dinosaurierskeletten „begrüßt“. Ich fand es wirklich beeindruckend, da zwischen den ausgestellten Exemplaren zu stehen. Da wird man sich seiner Winzigkeit im Universum wirklich bewusst.

  Naturkundemuseum

Nach wie vor frage ich mich aber, wieso gerade so viele Kinder, und hier überwiegend Jungs, so extrem begeistert und fasziniert von Dinosauriern sind.
Bei Mädchen sind es Pferde, und bei Jungs Dinosaurier. Ist schon interessant.

In einem Extra Raum wird Tristan, das zur Zeit beste erhaltene Exemplar eines Tyranosaurus Rex, ausgestellt. Ist schon irre, wenn man davor steht, sich den Schädel und die großen Zähne anguckt. Dem möchte man als Mensch lebend nicht begegnen.

  Naturkundemuseum

In einem anderen Raum wurden einem alles zu Tierpräparaten erklärt, natürlich gleich mit passenden Ausstellungsstücken, die wirklich Lebensecht aussahen. Besonders faszinierend fand den hier ausgestellten Orang Utan, der mal im Berliner Zoo gelebt hat. Leider habe ich den Namen es Orang Utans vergessen, und diesen auch nicht gut fotografieren können.
Aber die Mimik und die Augen des Riesenaffens fand ich äußerst beeindruckend.

Auch vor so großen Wesen wie Nilpferden machen die Präparatoren nicht halt. Ich stelle es mir sehr schwer vor, ein so großes Tier zu präparieren.

  Naturkundemuseum

Irgendwann drang ich in einem Raum vor, der vollgestellt war mit in Formaldehyd eingelegten Meeresbewohnern. Das war optisch äußerst beeindruckend. So viele Gläser mit eingelegten Fischen. Das müssen ja alle bekannten Meeresbewohnern gewesen sind, wenn man mal Wale und Meerjungfrauen ausklammert.  😉

  Naturkundemuseum

Die Abteilungen „System Erde“ und „Kosmos und Sonnensystem“ fand ich jetzt nicht so dolle, einfach weil es mich nicht so interessiert. Ebenso wie die Abteilung Mineralien, die fand ich auch öde. Für „Steine“ kann ich mich nicht wirklich begeistern.

Interessanter war dann wiederum die Abteilung „Evolution in Aktion„. Die Natur ist schon verdammt raffiniert. Und es macht alles so einen Sinn. Mir unverständlich das es wirklich hartgesottene Religiöse Gruppierungen gibt, die die Sache mit der Evolution komplett ablehnen.

In den kommenden Tagen ist dann ein Besuch im deutschen Technikmuseum geplant. Ich bin gespannt.

Erwartet

In der vergangenen Woche wurde ich immer von meinen beiden Danbos sehnsüchtig erwartet, wenn ich spät in der Nacht von der Spätschicht nach Hause kam.

Waiting

Schön wenn man erwartet wird.

Fotoprojekt Musiktitel der Rock- und Popmusik: Februar – Spider Murphy Gang „Skandal im Sperrbezirk“

So, zweiter Teil meines persönlichen Fotoprojekts für das Jahr 2016.
Für den Februar habe ich „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang gewählt.

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Das Lied ist eines aus meiner frühen Teenagerzeit. Die Neue Deutsche Welle war da gerade am laufen. Ich habe „Skandal im Sperrbezirk“ schon länger nicht mehr gehört. Letztens wurde es im Zufallsmodus beim wiedergeben meiner gesamten Musiksammlung gespielt, und ich war höchst überrascht das ich den kompletten Text noch kannte und im stillen für mich wiedergeben konnte. Tja, manche Dinge vergisst man eben nicht so leicht.
Der Danbo hat dann natürlich gleich versucht die im Lied erwähnte Nummer anzurufen, aber vielleicht hätte ich ihm sagen müssen das er die 080 vorwählen muss.

Frust

Habe ich schon erwähnt das ich den Winter abgrundtief hasse?
Ich will das es endlich Frühling wird. Ich will endlich wieder Nachmittags auf dem Balkon sitzen, mit Kopfhörern auf und Musik hören. Ich bin diese Dunkelheit und Kälte leid. Ich will nicht mehr frieren, ich will Morgens unbekümmert in eine dünnere Jacke schlüpfen. ich will zum Feierabend nach Hause kommen, ohne Schnee- und Taudreck an den Schuhen.
Ich will wieder Fahrrad fahren!

  P1170006

Wie ich den Winter doch hasse!
Und all die Schneebilder die via Instagram und Twitter verteilt werden lassen meinen Hass auf diese unnütze Jahreszeit nur noch mehr wachsen.