Archiv für den Monat: Oktober 2016

Langes Wochenende, aber doch irgendwie Stress

Dieses Wochenende ist ein vier Tage langes Wochenende für mich.
Den gestrigen Freitag hatte ich auf Überstunden frei, damit die angesammelten Überstunden auch mal weniger werden, und den kommenden Montag ist ein Feiertag in Brandenburg (Reformationstag). Das ist für mich als Berliner der in Brandenburg arbeitet praktisch. Nun ja, wenigstens einmal im Jahr muss es sich doch lohnen das ich als Berliner in der Provinz arbeite.

Aber den gestrigen ersten freien Tag konnte ich leider nicht so richtig genießen, da ich da Kopfschmerzen aus der Hölle hatte, die sich bis zum Mittag hinzogen. Ich gehe mal davon aus das die Kopfschmerzen auf meine Spielereien mit der neu erworbenen Playstation VR Brille für meine PS4 zu tun haben.
Über die Brille und meine Erfahrungen damit und den Spielen werde ich noch mal gesondert schreiben.

Nachmittags hatte ich einen Termin beim Arzt. Ich brauchte unter anderem ein neues Rezept für meine Migränetabletten.
Der Arzt bemerkte gleich das ich abgenommen habe. Was mich sehr überrascht hat. Ich dachte nicht das es so offensichtlich ist, ging ich doch davon aus das nur mein Bäuchlein etwas geschrumpft ist (hey, ich passe jetzt wieder in meine Lieblings Winter- Jeansjacke die ich schon Ewigkeiten habe). Aber der Arzt meinte man sieht das schon im Gesicht. Auf die Frage wie viel ich abgenommen habe, sagte ich das es so fünf bis sieben Kilo sind. Der Arzt meinte, er schätzt eher sieben Kilo. irgendwie erschreckend. Und das nur durch Radfahren im Sommer, deutliches reduzieren meiner Besuche bei McDonalds (nur noch ca. einmal im Monat… wenn überhaupt) und deutliche Reduzierung meines einst extrem hohen Milchkonsums.

  Auf der Waage

Interessanter Weise sagt meine neue Waage, die ich mir neulich erst gekauft habe, das ich nicht fünf bis sieben Kilo abgenommen habe, sondern zehn Kilo!!! 😯

Blöder Weise kam der Arzt auf die Idee jetzt ein neues Blutbild von mir machen zu lassen. Was bedeutet das ich am Montag früh um acht Uhr nüchtern da sein muss. Also nix da mit ausschlafen. Schlimmer noch, um zehn Uhr habe ich dann einen Termin beim Hörgeräte Akkustiker, denn endlich kann ich die ersten neuen Hörgeräte testen.

Das bedeutet für mich ich muss Montag Morgens, an meinem freien Tag, früh aufstehen. Quer durch die Stadt in den Norden Berlins reisen (meinen Hausarzt habe ich mit dem Umzug in den Süden der Stadt nicht gewechselt) um mein Blut abnehmen zu lassen (und mich wiegen zu lassen… darauf hat der Arzt bestanden), und dann gleich wieder zurück in den Süden zum Hörgeräte Akkustiker. Ich hoffe ich schaffe das, und komme nicht zu spät. Was für eine Hetze auf nüchternen Magen am Morgen.

Und wenn ich schon mal in meinem alten Wohnbezirk im Norden der Stadt bin, habe ich mein Rezept für die Migränetabletten auch gleich in meiner damals favorisierten Apotheke in der Nähe eingelöst.
Die nette Apothekerin, die ich so niedlich fand, ist immer noch da. Aber holla hat die zugenommen (was ihr wirklich steht). Aber das war schon ein ungewohnter Anblick.
Ich vermute mal sie wird aus Kummer, das ich nicht mehr im Bezirk wohne, so viel zugenommen haben!  😉

Wie auch immer, nach dem durch die Kopfschmerzen verkorksten freien Tag gestern, bleiben mir noch drei Tage an denen ich mich meiner Playstation VR Brille widmen kann. Lediglich am morgigen Sonntag gehe ich evtl. ins Kino, und den mit Terminen voll gestopften Montag Morgen / Vormittag muss ich irgendwie gut über die Runden bringen.

Hat nicht jemand Lust für mich einkaufen zu gehen, so das ich jetzt schon zum spielenden Tagesablauf übergehen kann? Ich mache auch lecker Hamburger. Interesse?

Man konnte alles sehen

Ich habe vor ein paar Tagen etwas im Bus gesehen, das geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Es hat sich richtig in mein Hirn eingebrannt. Und das ist nun schon fast eine Woche her.

Ich saß so im Bus, schaute abwechselnd aus dem Fenster, und zu den Leuten die mit mir im Bus saßen und stehen.
Und plötzlich sah ich eine junge Frau, ich schätze sie auf 25 Jahre, die so dünne enge Hosen aus Stoff trug. So Hosen wie sie Jogger tragen, ich weiß nicht ob man da auch Leggings dazu sagt.
Und ich konnte deutlich sehen das diese junge Frau keine Unterhose trug. Es hat sich alles im Detail an der Hose abgebildet.
So einen freizügigen Blick, wenn auch durch Stoff verhüllt, bin ich in der Öffentlichkeit nicht gewohnt. Es sah furchtbar aus, obwohl die Frau an sich nicht unattraktiv war. Aber der offene Blick im Schritt… das sah so gruselig aus.
Ich bin ja nicht prüde, wahrlich nicht. Sexy angezogenen Frauen schaue ich schon gerne nach. Aber ich fand das was die Frau da „geboten“ hat, war schon irgendwie unpassend.

Wie erwähnt, es hat sich in mein Hirn eingebrannt, ich werde diesen Anblick so schnell nicht mehr los.
Interessanter Weise gibt es für dieses Phänomen sogar eine Wortkreation… Cameltoe! Wusste ich zuvor auch noch nicht.

Fünf Kilo Andifett

Meine diesjährige Fahrradsaison ist mit dem heutigen Tag beendet. Denn heute habe ich mein Fahrrad in den Keller gebracht.
Also nix mehr mit, mal eben schnell vom Hof aus aufs Rad und los gefahren.

Mir ist es jetzt Morgens zu dunkel, zu kalt und zu nass. Es soll mir ja Spaß machen, aber bei so einem Wetter macht es mir einfach keinen Spaß mehr. Und den Spaß will ich mir nicht durch Zwang vermiesen.
Heute Morgen hatte ich noch geplant mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Aber vom Balkon aus musste ich entdecken das es regnete. Und das, obwohl der Wetterbericht gestern Abend noch für den heutigen Tag trockenes Wetter angekündigt hat.
Und wenn es Morgens schon regnet, dann lasse ich das mit dem Fahrrad fahren sein. Fiel mir schon schwer.
Nach Feierabend habe ich dann mein Fahrrad vom Hof wieder in den Keller bugsiert.

Mein Fazit für diese Saison, ich bin ca 1375 Kilometer gefahren, und habe in der Zeit fünf Kilogramm abgenommen.
Ich kann jetzt wieder Hosen zuknöpfen, wo ich Anfang des Jahres arge Probleme hatte diese zu schließen.  😀

Fünf Kilo… da liegen jetzt irgendwo fünf Kilo Andifett auf Berlins Strassen. Hm, kein schöner Gedanke, wenn man sich das bildlich vorstellt.

Ich freue mich aber jetzt schon auf das Frühjahr des kommenden Jahres, wenn das Wetter wieder verlässlicher wird und es wieder mit dem Fahrrad fahren losgeht.

Tschüß Kontaktlinsen

Mit meinem 18’ten Lebensjahr trug ich Kontaktlinsen. Damals hat die Kasse in meinem Fall die Linsen noch zu 100% bezahlt, weil ich so einen extremen Unterschied der Sehfähigkeit von links zu rechts hatte (und auch weiterhin habe).

18, das ist jetzt auch schon 27 Jahre her. Ach, einmal noch so jung sein… aber ich schweife ab.
Es war schon geil, so plötzlich ohne Brille zu leben. ich kam, soweit recht gut mit den Linsen klar. Bis auf die Momente, wo ich dann und wann mal kleine Staubkörner oder ähnliche Störenfriede sich zwischen Linse und Auge verfangen haben, was meist bei Wind der Fall war. Denn ich hatte harte Linsen, und die sind kleiner als weicher Linsen, und doch empfindlicher für die Augen. Die Eingewöhnungszeit bei harten Linsen ist nicht umsonst länger.
Wenn sich also Fremdkörper zwischen Auge und Linsen verfangen haben, waren das wirklich unerträgliche Schmerzen. Das war nicht so schön.

Aber wie erwähnt, im großen und ganzen bin ich recht gut mit den Linsen zurechtgekommen.
Irgendwann, ich weiß nicht mehr genau wann das war, zahlte die Kasse auch nichts mehr zu, so das ich die Linsen dann voll aus eigener Tasche bezahlen musste. Nun ja, wie bei so vielen Dingen die die Kassen einstmals noch bezuschusst haben. Wer kennt das nicht?
Dennoch setzte ich weiterhin auf die von mir lieb gewonnen Kontaktlinsen.

Als ich 2008 dann eine Augen OP machen wollte, und sich herausstellte das diese nicht bei mir anwendbar ist, da fiel schon eine Welt für mich zusammen. So ganz ohne Sehhilfe gut gucken und sehen zu können, das wäre schon klasse. Aber hat eben nicht sollen sein, wie man so schön sagt.
Und so trug ich weiterhin die Kontaktlinsen.

  Linse_Finger

Aber im laufe der Zeit wurden die Dinger immer lästiger. Jeden Abend die Teile raus popeln, und am Morgen dann wieder einsetzen wurde immer nerviger. Auf ja keinen Fall mit den Linsen einschlafen war meine Devise, egal wie müde ich dann war, ich popelte die Linsen aus dem Auge. So mancher spontane Nachmittagsschlaf wurde dadurch torpediert. Denn mit harten Kontaktlinsen schlafen ist nicht so angenehm, glaubt mir.

So ging ich im laufe der Zeit dazu über, wieder häufiger Brille zu tragen. Es ist eben angenehmer, wenn man müde ist einfach die Brille abzusetzen und sich hinzulegen, anstatt da erst an den Augen herum zu polken, die Linsen zu reinigen (sehr wichtig!), und sich dann mal hinzulegen.
Ganz zu schweigen an windigen Tagen, wo ich mit Brille ohne Angst das Haus verlassen kann ohne zu fürchten das mir da wieder ein Staub- oder Sandkorn ins Auge donnert.

Ich glaube seit vier Jahren trage ich keine Linsen mehr. Dennoch lagen sie in meinem Schrank, obwohl ich sie nie mehr tragen könnte. Denn die Flüssigkeit in der sie lagen ist nun total ausgetrocknet. ich glaube die jetzt einzusetzen wäre sehr schmerzhaft. Und das sich meine Augen wieder wochenlang an Linsen gewöhnen müssen ist nach vier Jahren ohne Linsen wohl sicher.
Und so fasste ich mir heute ans Herz, und beförderte die Linsen samt Behälter und übrig gebliebenen Reinigungsmitteln in den Müll. Es war schon sein seltsames Gefühl.
Aber mit Brille fühlt es sich doch besser an, so meine Erfahrung in den letzten Jahren ohne Linsen. Vor allem ist es viel bequemer.

Aber ein letztes Bild mit einen der beiden Danbos und einer Linse musste sein.

  Linse_Danbo

Meine derzeitigen Gedanken zum rechten Gesockse

Ich mag Leute mit rechten Gedankengut nicht, akzeptiere aber das sie eine andere Meinung haben wie ich. Ebenso wie ich andere Menschen akzeptiere die andere Vorlieben oder Lebensweisen haben und praktizieren wie ich. Jeder nach seiner Fasson, so meine Devise. Man darf mich nur nicht „missionieren“, dann werde ich echt aggressiv, und da ist es dann aus mit meiner Toleranz.

Auch akzeptiere ich Leute nicht, die anderen ihre Weltanschauung mit Gewalt vermitteln wollen. Aktuell meine ich damit die rechten Spinner und „besorgten Bürger“, die Flüchtlingsheime und Asylunterkünfte in Brand setzen, oder Gewalt gegen Flüchtlinge ausüben. Das ist unterste Schublade. Denn wer keine Argumente hat, der geht zu Gewalt über.

Extrem erschreckt hat mich die Meldung, das in Oersdorf in Schleswig-Holstein der Bürgermeister tätlich angegriffen wurde, weil er Flüchtlinge im Ort unterbringen will.
Soweit ist es also schon gekommen, jetzt werden also auch Bürgermeister verprügelt, nur weil sie helfen wollen. Da bekommt man echt Angst.

Was ich nicht verstehe, die Menschen die Gebäude in Brand setzen, andere bedrohen oder gar verprügeln, stehen dafür ein das Deutschland in deren Augen aufgrund der vielen Flüchtlinge und Migranten nicht „untergeht“.
Ganz ehrlich, das tut es doch schon, denn diese Leute tragen ihren Teil dazu bei. Gewalt war und ist nie Lösung eines Problems gewesen, sondern schafft nur weitere Probleme.

Ausländer sind verantwortlich für eine hohe Kriminalitätsrate? Tja, dann herzlichen Glückwunsch liebe „besorgte Bürger“ und rechtes Pack, ihr gesellt Euch mit Euren Taten auch in die kriminelle Ecke wo ihr die „Ausländer“ hinstellt. Das beweist mir mal wieder nur aufs neue, das diese Menschen nicht mit viel Intelligenz gesegnet sind.

Gewalt gegen Hilfesuchende und deren Unterstützer, bzw. Andersdenkender… das ist also richtig Deutsch in den Augen der Dumpfbacken? Ich weiß nicht, ich finde das nur beschämend.
Der aktuelle Erfolg der AfD und die zunehmende Gewalt von dem rechten Gesockse auf der Strasse machen mir langsam Angst.
Anfangs dachte ich mir noch, das das unsere Demokratie aushält. Die paar rechten Spinner verlaufen sich auch wieder… irgendwann. Aber wenn jetzt sogar Bürgermeister tätlich angegriffen werden, na dann gute Nacht Deutschland.

Was wenn diese Krawallmacher ihr Ziel erreicht haben, und keine „Ausländer“ in Deutschland mehr zu finden sind? Gegen wen gehen sie als nächstes vor? Die Brillenträger, die mit den Beinprothesen, die Alten und Kranken? Kosten diese den Staat schließlich auch Geld. Wer bleibt am Ende übrig? Es wird nie aufhören, einer der schwächer ist wird immer da sein.
Aber das lernen die geistig verblendeten nicht.