Archiv für den Monat: Juli 2016

Im Kino gesehen: Star Trek Beyond – …3D ist nach wie vor doof

Am Donnerstag war ich mit Kollegen mal wieder im Kino. Wir haben uns den aktuellen Star Trek Film „Star Trek Beyond“ angeguckt.
Das ist der dritte Star Trek Film nach dem Reboot, der die junge Star Trek Crew um Captain Kirk zeigt. Nach wie vor bin ich ganz fasziniert davon, wie sehr die Schauspieler den Vorgaben der Schauspieler der Classic Serie aus den 60’ern ähneln.
Gerade Kirk, der im dritten Film älter wirkt, kommt dieses mal optisch näher an das Original heran, was wohl am Scheitel liegt. Wirklich gut gelöst.

Ich bin ja eher ein Freund der Star Trek Serien, habe aber natürlich alle Filme gesehen. Doch mit den Filmen bin ich noch nie so ganz warm geworden. Was daran liegt das sämtliche Filme zu sehr auf Action getrimmt sind. Da fehlt dann eben die Zeit sich näher mit den Charakteren zu beschäftigen, oder sie Story weiter zu entwickeln.
Geht ein Handlungsstrang in der Serie schon mal über mehrere Folgen hinweg, muss alles in einem Film unmittelbar zu Ende gebracht werden. Da bleibt dann nicht viel für Erklärungen oder Arbeit an den Charakteren. Ich hätte zum Beispiel gerne mehr von dem neuen Charakter Jaylah erfahren. Das was im Film angesprochen wurde, war mir deutlich zu wenig.

Nun ja, ein Star Trek Film muss eben Action bringen, denn man will ja nicht nur den Star Trek Fan in den Kinosaal holen, man will auch den normalen Kinozuschauer erreichen um gute Zahlen einzuspielen. Also mehr Action.

Im aktuellen Film hat mich sehr gestört, das die Abfolge und Schnitte viel zu schnell waren. Gerade in den Kampfszenen auf der Enterprise wurde da dermaßen schnell der Blickwinkel gewechselt, und zwischen verschiedenen Personengruppen hin und her gesprungen, so das ich da dann sehr schnell den Überbliclk verloren habe wo gerade was passiert, bzw. was da passiert ist. Das war sehr verwirrend. Ich glaube das liegt am Regisseur Justin Lin, der mit den „Fast and Furios“ Filmen bekannt geworden ist. Der kann nicht ohne so schnelle Schnitte. Sehr bedauerlich.

Gefühlt weit über 80% des Films spielt auch gar nicht auf der Enterprise, weil die Crew auf einem fremden Planeten gestrandet ist. Das fand ich auch irgendwie schade. Am aktuellen Inndendesign der Enterprise konnte ich mich nicht sattsehen.
Witzig war aber das einiges von einem Sternenflottenschiff gezeigt wird, das aus der Zeit von Captain Archer stammt.  Hier hat man sich, in meinen Augen, sehr schön an die Vorgaben der Serie um Captain Archer gehalten. Eine nette Verbeugung an die Serie Enterprise um Archer.

Aber gerade was dieses angesprochene Sternenflottenschiff angeht, taten sich in meinen Augen große Logiklöcher auf (von denen der Film sehr viele hat), die so groß waren wie meine Müdigkeit wenn mein Wecker Morgens um vier Uhr klingelt. Aber typisch Star Trek, ein bissel Technik Blabla, und dann klappt alles auf einmal.

Aber der Film ist nicht schlecht, man hat seinen Spaß damit. Eben gutes Popcorn Kino. Auch wenn der mich als Star Trek Fan nicht so ganz befriedigt (wie jeder Film). Dennoch bin ich gespannt auf den vierten Film um die neue Crew, der ja angeblich schon in Planung sein soll.

Gesehen habe ich den Film in 3D, auch wenn ich 3D im Kino nicht so mag. In meinen Augen ist dieses 3D nur abzocke seitens der Fimindustrie. Ich habe nach einem jeden Film in 3D im Kino immer Kopfschmerzen.
Die erste halbe Stunde sieht auch alles ganz hübsch aus, so in 3D. Aber man gewöhnt sich zu schnell an die Optik, und nimmt dann den Effekt schon bald nicht mehr wahr. Es wird „normal“. Und ganz ehrlich, da lohnt sich dann der Aufpreis für 3D nicht wirklich.
Da hilft auch mein 3D Brillenclip für die Brille nicht viel, den ich mir bei Amazon für acht, neun Euro gekauft habe weil ich es als Brillenträger als sehr unangenehm empfinde im Kino mit zwei Brillen auf der Nase zu sitzen.

 

Aber leider wollen die Kollegen, wenn wir ins Kino gehen, immer im größten Saal des Kinos sitzen, und der ist leider meist immer die 3D Vorführung.
Ganz ehrlich, in bin froh wenn dieser verdammte 3D Hype ein Ende nimmt. Aber ich glaube, das wird noch lange dauern. Und dann steht das „nächste große Ding“ vor der Tür.
Meine Aversion und Unmut gegenüber diesem 3D ist übrigens auch Schuld, warum in den letzten Monaten so selten im Kino war. Selbst den letzten Star Wars Film habe ich ausgelassen. Aber nicht nur wegen 3D, auch wegen anderen Sachen, doch dazu gehe ich in einem anderen Beitrag noch mal näher drauf ein. Zu groß ist der Unmut für mich als Star Wars Fan über das was da abgelaufen ist, bzw. wie Disney das handhabt.

Fußball

Ich habe es schon mal im Blog erwähnt, ich bin kein Fußballfreund. Und ich muss gestehen, ich bin sehr sehr froh wenn die aktuell laufende Fußball EM endlich ein Ende gefunden hat.

Es wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben wieso man als Zuschauer einer Sportart, egal welcher Sportart, so abgehen kann… so mit verkleiden in Mannschaftsfarben, herumgröhlen und exzentrisches schreien wenn die favorisierte Mannschaft ein Tor geschossen hat. Kann man nicht einfach das Spiel gucken, wenn es einen denn interessiert, und sich dann weniger lautstark äußern wenn denn mal was positives für die favorisierte Mannschaft passiert?

Wenn zum Beispiel Deutschland spielt, und gerade ein Tor geschossen hat, dann wird wenige Sekunden später in der Nachbarschaft mit Feuerwerk geknallt wie bekloppt. Ganz ehrlich… muss das wirklich sein?
Ja, nennt mich Spielverderber, oder das ich anderen keinen Spaß gönne. Herjeh, ich gönne anderen den Spaß, sollen sie gucken was sie wollen und feiern wie sie wollen, ich verstehe nur eben dieses Extreme nicht. Und es wäre nett, wenn sie die anderen, nicht Fußballbegeisterten Mitbürger, nicht nerven / stören würden.

Ich wurde schon mal gefragt, mehr als einmal, ob ich denn nicht stolz sei wenn Deutschland wieder ein wichtiges Turnier oder gar eine Meisterschaft gewinnt.
ich antworte dann immer, das ich nur stolz auf meine eigenen Leistungen sein kann. Wie kann ich stolz darauf sein, wenn hochbezahlte Profis ein Match gewinnen, und ich selber nichts dafür geleistet habe?  Das ist doch alles bekloppt, ehrlich.

Fußball ist in meinen Augen Opium fürs Volk. Es beruhigt die Volksseele, und lenkt von anderen Dingen wunderbar ab. Volksverdummung nenne ich das. Solange die heimische Mannschaft gut abschneidet, interessiert sich das Wahlvolk nicht für all das was sonst so in den Tagen passiert. Traurig finde ich das.

Wie erwähnt, ich verstehe dieses extreme abgehen der Menschen bei solchen Veranstaltungen nicht. Wie ich so vieles an der Menschheit nicht verstehe.