Archiv für den Monat: März 2016

In der U-Bahn / Mütter

Ich fahre ja gerne U-Bahn, aber eigentlich viel zu selten. Mein Arbeitsweg gibt nur Bus und S-Bahn her. Darum wird Teltow auch immer ein Kaff bleiben, weil es eben keine U-Bahn hat. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich habe die Tage frei, Überstunden abbauen weil derzeit in der Produktion nichts geht wegen einer Umstellung des Warenwirtschaftssystems. Soll mir, mit meinen über 170 Überstunden recht sein. Komme ich wenigstens etwas von den angesammelten Überstunden runter.
Und so habe ich gestern beschlossen mal wieder zur Wilmersdorfer Straße zu fahren, in die dortige Fußgängerzone. Zum shoppen und gucken. Naja, wenn ich ehrlich bin wollte ich eigentlich nur mal die dortige Filiale von Jim Block testen, aber bitte nicht weiter erzählen.

Dorthin bin ich dann mit der U-Bahn gefahren.
Und wie so oft in der U-Bahn, sitze ich dann da und gucke mir die Menschen an, anstatt auf mein Smartphone zu starren. Das ist immer sehr interessant, zumindest bei längeren Fahrten, da hier ja alle Nase lang neue Leute ein- und aussteigen und es immer was zu sehen gibt.

U-Bahn

Ich ergatterte mir also beim Umsteigen in die U7 am Bahnhof Mehringdamm einen Platz und begann mir das Schauspiel der verschiedensten Persönlichkeiten und Menschen in der Bahn anzugucken.
Es stiegen recht viele Leute ein, die um Geld baten. Unter anderem eine Frau die ihre Situation, kein Geld, keine Wohnung, keinen Job, in ein Liedchen fasste welches sie vortrug. Die Frau hat, so mein Eindruck, in ihrem Leben schon was an Drogen oder Alkohol weg. Hat man ihr deutlich angemerkt.

Es steig auch einer zu, der wirklich übel gerochen hat und äußerst penetrant um Geld bettelte indem er sich vor jeden Fahrgast stellte und demonstrativ die Hand aufhielt. Ob er den Gestank als „Bettelhilfe“ einsetzt, damit die Leute rasch zahlen und er „verduftet“?
Ja, der Typ hat schon übel gerochen. Noch lange bevor er in meiner Nähe war und ich ihn gesehen habe, fiel mir dieser wirklich bestialische Geruch auf.
Als er den Wagon weiter schlenderte um zu betteln, packte die Dame neben mir ein Fläschchen Duftöl oder so was aus, rieb sich die Hände ein, hielt sich diese vor ihr Gesicht und atmete tief ein.
Wenn ich offener mir fremden Menschen gegenüber wäre, und keine Probleme hätte diese anzusprechen, hätte ich ihr gesagt „Was uns nicht umbringt, härtet ab“. 🙂
Nun ja, ich bin kein Verfechter der Benutzer die übermäßig viel Sagrotan oder so Zeugs benutzen, und ich vermute diese Dame ist eine von diesen Menschen.

Interessant auch, auf der Rückfahrt war die U-Bahn recht voll. Aber neben dem Mann der wie ein islamistischer Terrorist aussah, so mit zerzausten Bart und dem typischen Käppie auf dem Kopf, wollte kaum einer sitzen.
Ja, mit all dem ganzen Mist der in den letzten Jahren passiert ist haben die Terroristen den hier lebenden streng gläubigen Muslimen keinen Gefallen getan. Aber ich glaube das wollen die auch, die Gesellschaft spalten damit sie mehr Zulauf bekommen.

Achja, bevor ich es vergesse. Mir fiel auf das sich Mütter wohl nie ändern werden. Meine Mutter z.B. vergisst auch heute nicht mir bei jedem Ausflug in die Innenstadt zu erzählen ich solle vorsichtig sein, weil „in der Stadt viel geklaut“ wird, und ich auf meine Sachen aufpassen soll.
Das ist so wie zu der Zeit als ich noch ein Auto hatte, da sagte sie auch vor jeder Fahrt zu mir, ich solle vorsichtig fahren, es ist glatt draußen (entweder es regnet, es liegt Laub auf den Straßen, es schneit oder die Sonne scheint….).
Mütter… die können wohl nicht aus ihrer Haut, auch mit 81 nicht. 😉
Aber hey, deswegen lieben wir sie doch so, oder?

Fazit Nassrasur mit dem Rasierhobel

Weihnachten habe ich ja damit begonnen mich mit nass mit einem Rasierhobel zu rasieren.

Rasierhobel

Nun ist einige Zeit ins Land gegangen, und ich kann weiter berichten.
Die zeit der Ein- Umgewöhnung war schon heftig. Ich habe es lange nicht hinbekommen mich zu rasieren ohne das es blutete. Ich sah da nach einer Rasur schon wild aus. So bin ich auch gleich zu Anfang dazu übergegangen mich nur noch Abends zu rasieren, so das sich meine Haut über Nacht regenerieren und heilen kann.
Mittlerweile ist mir dieses Abends rasieren schon zu einem kleinen Ritual geworden. Musik an, und dann wird rasiert.
Seit gut einem Monat klappt die Rasur auch ohne das ich großartig Blut verliere. Es ist wohl eine Mischung aus Übung, und die Gewöhnung der Haut an der ganzen Sache. Was mir aber aufgefallen ist, es spielt bei mir eine große Rolle welche Klingen ich benutze. Ich hätte nie gedacht das es wirklich Unterschiede bei den Klingen gibt.

  Rasierklinge

Die fünf Klingen die mit dem Rasierhobel geliefert wurden, haben es nicht so wirklich gebracht. Ganz anders die Klingen, die ich dann im Internet bestellt habe. Ohne sich groß zu verletzen wuppt das da mit den Klingen. Schon interessant.

Mensch, ich war mehrmals dicht davor die Sache mit dem Rasierhobel aufzugeben, und wieder zum Elektrorasierer zu greifen. Aber man gut das ich durchgehalten habe. Denn noch habe ich mich nach einer Rasur so gründlich rasiert gefühlt, wie jetzt mit dem Rasierhobel.
Ja, man kann sagen der Selbstversuch sich auf altmodische art zu rasieren, ohne zu einem teurem Systemrasierer zu greifen, ist mir geglückt.
Man muss aber auch Zeit und Geduld mitbringen.

Die Verfechter der Nassrasur mit dem Hobel oder gar Messer werden jetzt aufschreien, aber ich benutze weder Rasierseife noch Schaum zum aufschlagen. Nach wie vor benutze ich den Schaum aus der Dose, der tut es auch.
Vielleicht werde ich eines Tages mal zur Rasierseife oder den Schaum zum aufschlagen greifen. Aber im Moment geht das so wunderbar.

Ja, so ist das. Ich werde dabei bleiben, denn ich bin hochzufrieden mit dem Ergebnis. Es ist schon was anderes, sich so zu rasieren. Man sollte aber geduldig bleiben, wenn man den Schritt wagt. Von heute auf Morgen klappt das nicht.

Mutter und Sohn beim Einkauf

Als ich neulich in meinem favorisierten Supermarkt an der Fleischtheke mit Bedienung in der Schlange stand, wurde ich ungewollt Zeuge einer Unterhaltung einer alten Dame im Rollstuhl, und ihrem Sohn.
Der Sohn war so ende 40 Anfang 50. Die Mutter zeigte immer auf die eine oder Sache in der Auslage, und fragte ihren Sohn, „Das kannst Du doch zubereiten, oder?“, oder „Das kannst Du, oder?“.
Aber eben nicht leise, sondern so das es wohl jeder in der Schlange mitbekommen musste. Für den Sohn muss das so unsäglich peinlich gewesen sein… also für mich wäre es das. Aber er hat sich nichts anmerken lassen.

Als das Gespann dann an der Reihe war, wählte die alte Dame zwei verschiedene Pfannegerichte aus, also so schon fertig gewürztes geschnetzeltes Fleisch, und textete während dessen die Dame in der Fleischbedienung zu.
„Ich habe hier einen Junggesellen der nicht kochen kann“, erzählte sie mit lauter Stimme der Dame hinter der Theke. „Das hier wird er doch kochen können?“… und so weiter. Und wieder hat der Mann, ich möchte noch mal festhalten das er ende 40 Anfang 50 war, sich nichts anmerken lassen.

Also ganz ehrlich, wenn das meine Mutter gewesen wäre, und die mich so vor allen Leuten runter macht, ich hätte sie in ihrem Rollstuhl irgendwo in den Gang gestellt, und erst wieder eingesammelt wenn ich meine Einkäufe beisammen habe.
Aber vielleicht braucht der Mann das, eine Frau die ihn so runterputzt vor versammelter Mannschaft.
Mir tat er irgendwie leid.

rote Turnschuhe und Leggings

So Bus und Bahn fahrend gewinnt man ja (wieder) komplett neue Erkenntnisse über unsere Jugend, bzw. wie jugendliche ticken. Ist immer wieder recht witzig mit anzusehen. 🙂

Auch bekommt man einen Einblick, was unter den Jugendlichen derzeit modern ist, bzw. was man trägt an Klamotten wenn man up to date sein will.

So tragen extrem viele männliche Jugendliche rote Turnschuhe. Rot scheint bei Jungen derzeit die Trendfarbe schlechthin zu sein, wenn es um Turnschuhe / Sneaker geht.
Auch habe ich beobachtet, das Jogginghosen wieder im kommen zu sein scheinen. Nicht nur für zu Hause auf der Couch (der einzige Ort wo Jogginghosen in meinen Augen eine Daseinsberechtigung haben, selbst zum Müll runter bringen ziehe ich meine Jeans wieder an), sondern wirklich zum raus gehen und in der Öffentlichkeit tragen. Boah nee, das sieht so schrecklich aus. Aber den jugendlich Jungs scheint das zu gefallen. Warum auch immer.

Und die Mädchen? Bei denen ist es anscheinend modern sich die Jeans wieder an den Knien aufzuschlitzen. Nicht nur ein kleiner Schlitz, sondern richtig lang, so das wirklich beide Knie großflächig zu sehen sind. Schade um die Hosen, aber wenn es den Kids gefällt?
Bei den Jeans bin ich ja der Meinung, das machen die Kleinen nur um die Eltern zu schocken.
Wenn die jungen Teeny Mädchen keine an den Knien aufgeschlitzten Hosen tragen, dann tragen sie unter Garantie Leggings, gerne auch gemustert. Schaut auch gruselig aus. Mich wundert ja dabei immer, das die Mädchen mit den dünnen Dingern an den Beinen nicht zu frieren scheinen.

Ehrlich, da bin ich froh aus dem jugendlichen Alter lange heraus zu sein, wenn ich mir all das alles angucke.

Konzertticket und Currywurst

Das letzte Konzert was ich besucht habe liegt jetzt auch schon über zwei Jahre zurück. Neil Young mit Crazy Horse in der von mir geliebten Waldbühne war es.
Aber ich muss jetzt Rücksicht auf meine Ohren nehmen, nach dem Neil Young Konzert haben mir noch Tage lang die Ohren gepfiffen. Und die vielen Leute die während des Konzertes ihr Handy / Smartphone in die Höhe halten und filmen was das Zeug hält, nehmen mir doch ganz schön die Freude. Und so bin ich in Sachen Konzerten jetzt doch etwas zurück getreten.

Aber mit meiner Entdeckung von Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox auf YouTube kam der Wunsch auf dieses Projekt auch mal live sehen zu wollen. Was heißt wollen… ich muss mir das ganze live ansehen.
Und die Bilder der jetzt laufenden Europa Tour, die tagtäglich von Postmodern Jukebox auf Instagram gepostet werden, haben mich mehr als neugierig auf das ganze gemacht.

Und so bin ich heute an meinem freien Tag nach Steglitz gefahren, und habe mir an der Theaterkasse ein Ticket für das Spektakel gekauft. Und nun sitze ich hier mit dem Ticket, und bin ganz hibbelig. Bis Ende Mai muss ich warten… so lange noch! Ich bin gespannt

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Und wenn ich schon mal in Steglitz bin, so mein Gedanke, kann ich an der Bratpfanne doch gleich eine Currywurst und Currybulette essen. Muss man machen, wenn man in Steglitz ist, da führt für den Fastfoodgourmet kein Weg dran vorbei… ist so!
Liebe Leser, vergesst alles was ihr von Curry 36 in Berlin gehört habt. Der Laden ist gut, wird aber zu sehr gehypt. Glaubt mir.
Ich habe schon viele viele Currywürste in Berlin gegessen, und die bei der Bratpfanne gehört mit zu den besten die man in Berlin bekommen kann. Believe me!

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Und sonst so? Nun ja, heute und morgen noch Urlaub, und dann muss ich wieder arbeiten. Schön und viel geschlafen habe ich. Und viel Playstation gespielt. Schön war es. Ist ja bald Ostern, da habe ich dann auch wieder eine Woche frei. An so freie Tage kann man sich echt gewöhnen.