Archiv für den Monat: Februar 2016

Über einen Onlinespieler mit Kleinkind geärgert

Im Moment kümmere ich mich wieder verstärkt um meine Playstation 4. Kommt auch viel zu selten vor, das ich mir da mal Zeit für nehme. Derzeit spiele ich das Spiel „the Crew„, wo es um Autorennen geht. Man kann dort ganz Amerika (im kleineren Maßstab… wobei das befahren von der West zur Ostküste schon eine Stunde dauert) durchkreuzen, und sich mit anderen Mitspielern die gerade online sind messen. Oder aber man spielt die kleine Singleplayer Kampagne. Aber das Hauptaugenmerk des Spiel liegt auf den Multiplayer. Man kann sich einer Crew anschließen, und gemeinsam Aufgaben erledigen, oder zusammen Rennen absolvieren. Das ist alles ein recht spaßiges Unterfangen. Ich selber bin in keiner Crew drin, da ich noch nicht die passenden Mitspieler gefunden habe, mit denen ich warm werde.
Aber es geht auch so. Man betritt zum Beispiel eine Lobby, und nimmt dann an Rennen teil, die unter anderen online anwesenden Mitspielern ausgefochten werden.

Wider Erwarten, ich bin ja nicht so der Online Zocker, macht das wirklich enorm viel Spaß. So habe ich gestern einen Großteil des Tages damit verbracht „the Crew“ zu spielen, und es ist dabei bei mir später geworden als geworden als ich es sonst von mir gewohnt bin.
Doof ist es nur, wenn man an einige Kandidaten, und das nicht wenige, gelangt die ein Headset aufhaben deren Mikrofon permanent angeschaltet ist. Besonders schlimm ist es, wenn so ein Mitspieler nicht mal was sagt und man nur seine Umgebungsgeräusche hört. Und das ist wirklich sehr sehr nervig.

Gestern zum Beispiel war einer in der Lobby, wo ich seinen Ziervogel im Hintergrund habe trällern und zwitschern hören. Das ging ja noch. Aber ein anderer Mitspieler hatte offenbar ein Baby mit im Raum, das quängelte. Und immer wenn das Baby anfing zu quängeln hat er er es angeherrscht. Das ging mir doch sehr an die Nieren, ehrlich.
Wenn ich ein kleines Kind hätte, dann kümmere ich mich erst mal um das, anstatt eine halbe Ewigkeit online zu zocken und es anzuherrschen wenn es mal einen Ton von sich gibt. Ehrlich, das war mir wirklich zu viel. Das arme Kind!  🙁
Wenn ich mein Headset griffbereit gehabt hätte, hätte ich dem Typen was gepfiffen. Aber ich glaube das hätte nichts gebracht, da mein Vokabular an englischen Schimpfwörtern nicht sehr ausgeprägt ist, und der Typ war nun mal englisch sprechend. So blieb mir nur, mich über den Typen zu ärgern, und nach zwei Rennen die Lobby zu verlassen.

Wenn Prominente sterben

Ich muss gestehen, ich finde es befremdlich wenn ein Prominenter Mensch gestorben ist, und dann in diversen sozialen Netzwerken Beileidsbekundungen und „R.I.P.“ Meldungen die Runde machen.
Nun ja, jeder geht mit dem Tod eines Menschen anders um, ich möchte es den Menschen, die so etwas posten, auch nicht madig machen. Ich verurteile sie nicht dafür. Wie erwähnt, jeder geht mit dem Tod und der Trauer anders um.

Bei mir ist es so, ich nehme es zur Kenntnis das ein prominenter Mensch gestorben ist, auch wenn ich diese Person respektiert, gemocht und / oder geschätzt habe, widme mich dann aber weiter dem leben.
Als Egon Bahr im August letzten Jahres gestorben ist war ich kurzzeitig bestürzt, dann war es das auch schon. Ich mochte Egon Bahr, er hat soviel erlebt, hat so viel erreicht, und er konnte wunderbar von seinem Leben und dem erlebten erzählen. Ich habe ihm gerne zugehört. Er ist auch im Alter ein scharfsinniger Denker geblieben.

Als Lemmy Kilmister dann im Dezember des selben Jahres verstarb, war es genauso. Ich mochte Lemmy, er hat sich nicht verbiegen lassen, und zog immer sein Ding durch. Und er stand, und steht auch heute noch, für ehrlichen guten Rock’n Roll, und nicht so eine Kommerzkacke wie sie jeder Radiosender dudelt. Und so sehr ich Lemmy schätzte, seine Musik und sein Leben, ich war nicht zu tode betrübt nach seinem Ableben. Ein großer Künstler ist von uns gegangen, und Punkt aus. Ich hatte nicht das Bedürfnis da was hinaus zu prosaunen, und mich in die „R.I.P. Posts auf Twitter mit einzubringen.

Auch bei David Bowie im Januar dieses Jahres war es so. Ich schätze das Schaffen Bowies sehr. Das Album „Let’s dance“ ist eines meiner liebsten Alben meiner gesammten Musiksammlung. DIe Konzert DVD „Serious Moonlight“ gehört für mich zu den besten Konzertmitschnitten die in meinem DVD Regal stehen. Als ein Kollege mir am Morgen erzählte das David Bowie gestorben ist, konnte ich es erst nicht glauben. Hat Bowie doch ein zwei Wochen zuvor ein neues Album veröffentlicht. Ich war kurzzeitig etwas bestürzt, nahm den Tod zur Kenntnis, und ging dann zur Tagesordnung über.

Es sind eben alles Menschen, die weit weg von meinem richtigen Leben existierten. Darum hält sich meine Trauer wohl in Grenzen.

Und diese Woche geschah dann etwas, was mich sehr überrascht hat.
Peter Lustig ist gestorben. Doch anstatt, wie bei anderen verstorbenen Prominenten die ich schätzen gelernt hatte, kurzzeitig traurig oder bestürzt zu sein, war ich dieses mal doch sehr traurig. Auch heute, einen Tag später, hat sich meine Traurigkeit nicht gelegt.
Ich mochte Peter Lustig, bzw. den Charakter den er in der ZDF Sendung „Löwenzahn“ verkörperte. Man kann schon sagen das er so etwas wie ein Held meiner Kindheit war. Wer wollte nicht, wie er, in einem so umgebauten Bauwagen leben?
Unzählige Dinge habe ich in der Sendung gelernt. Ich mochte die art wie Peter Lustig die Dinge erklärte, seine Stimme, und das was er erklärte immer in eine Geschichte verpackte. So muss Kinderfernsehen aussehen.
Ja, und nun ist er tot. Und ich war wirklich sehr traurig nachdem ich diese Nachricht gelesen hatte. Den ganzen Tag über hatte ich dann die Titelmelodie der Sendung „Löwenzahn“ im Kopf.

Nun frage ich mich, was ist bei Peter Lustig anders, als bei all den Prominenten die in der Vergangenheit gestorben sind, das mich so hat so traurig werden lassen?
Vielleicht weil Peter Lustig schon in meiner Kindheit präsent war, und Musiker und Politiker erst später in mein Leben getreten sind? Oder weil ich mit Peter Lustig schöne Momente verbinde?

Wie auch immer, ich hoffe das war es jetzt erst mal mit den Toden von Prominenten die ich schätzen gelernt habe und die ich mochte.

Verstehe einer die Frauen…

Junge Mädchen und junge Frauen sind schon eine seltsame Spezies. Die scheinen es nicht so mit dem Kälteempfinden zu haben.
Letztens begegneten mir zwei Teenager Mädels, beide mit offenen Jacken und deutlich sichtbaren bauchfreien Top… bei Temperaturen dicht vor der null Grad Grenze!!!
Mein lieber Schwan, da habe ich ganz schön die Ohren angelegt und noch mehr gefroren in meiner Winterjacke bei dem Anblick.

Oder letztens an der Bushaltestelle, als ich von der Spätschicht kam. Es war bitterlich kalt, und ich war froh wieder meine Winterjacke angezogen zu haben, zumal es Abends an Bushaltestelle und S- Bahnhof schon arg zieht.
Und was muss ich da an der Bushaltestelle erblicken? Eine attraktive junge Frau, mit dünner Jeansjacke kurzem Rock und Netzstrümpfen bekleidet. Kein langes Beinkleid oder eine dickere Jacke. Die muss doch gefroren haben wie sonst was, auch wenn sie sich das nicht hat anmerken lassen, so kalt wie das war.

Kein Wunder das das weibliche Geschlecht alle Nase lang auf Klo rennen muss zum pinkeln, die holen sich doch recht früh was an den Nieren und der Blase, wenn die alle so herumlaufen!

Mensch Mädels, was bloß los mit Euch? Ist Euer Aussehen beim kalten Wetter so wichtig das Ihr Euch lieber eine (dauerhafte) dicke fette Erkältung holt?
Verstehe einer die Welt. Und uns Männern im Bett dann mit ihren kalten Füßen unter der Bettdecke foltern, das können sie!

Zwei Jahre ohne Auto

Es ist schon merkwürdig.
Nach wie vor können es viele nicht verstehen das ich mein Auto vor zwei Jahren verkauft habe. Es ist in deren Augen ein unvorstellbarer Akt, das eigene Auto zu verkaufen und stattdessen auf Bus und Bahn zu setzen.
Ja klar, jetzt während der Spätschicht wäre ein Auto schön, das gebe ich unumwunden zu. Aber das ist irgendwie zu bewerkstelligen. Man muss sich nur organisieren. Ich habe mich ohne Auto zu sehr daran gewöhnt jetzt Ende des Monats so viel Geld über zu haben wie schon lange nicht mehr. Und das ist ein verdammt tolles Gefühl.

Es klingt blöd, aber ich weiß derzeit nicht was ich mit dem Geld machen soll, also wird es erst mal gespart für was auch immer. Auf alle Fälle gibt es mir ein beruhigendes Gefühl im Notfall aus dem Stegreif über eine gewisse Summe an Bargeld zu verfügen… sofern meine Bank nicht pleite geht.

Wie auch immer, es nervt mich dennoch mir mehrmals die Woche die Meinung vieler Menschen anhören zu müssen das ich mir doch wieder ein Auto holen soll. Aber das kommt für mich erst mal nicht mehr in Frage.
Und ich freue mich wie wahnsinnig auf den Moment wenn es wieder wärmer wird, und ich dann wieder mit dem geliebten Fahrrad unterwegs bin.

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Und auch wenn es mit einem Auto viel bequemer ist, es ist alles irgendwie Sorgenfreier ohne Auto. Keinen Ärger mehr mit steigenden Versicherungsbeiträgen oder Benzinpreisen und überraschenden Reparaturen. Ich finde das alles sehr entspannend.

Nein, nach wie vor habe ich es nicht bereut das Auto zu verkaufen, auch wenn mir das viele Menschen versuchen einzureden.

Spätschicht

Ab dem morgigen Montag gibt es was neues bei mir auf Arbeit… Spätschicht!
Da wir nach wie vor im Lieferrückstand sind, wird wieder eine zweite Schicht eingeführt. Nachtschicht will der Chef nicht mehr machen, was mir ganz recht ist, dafür aber eine Spätschicht, die bis 23:15 Uhr geht.

Das Problem an der Spätschicht ist, da die Firma in der Provinz sitzt, fahren da um die Uhrzeit nicht mehr so häufig Bus und Bahn wie gewohnt. Was wiederum bedeutet ich bräuchte länger für den Weg nach Hause als zum Feierabend am Nachmittag. Und ja, ich betrachte Teltow nach wie vor als Provinz. Teltow ist für mich nach wie vor ein gottverdammtes Kaff!

Wie auch immer, Spätschicht ist mir lieber als Nachtschicht. Nachtschicht bedeutet tagsüber schlafen, und das kann mein Körper nicht. Wenn ich tagsüber zu vier Stunden Schlaf komme, dann ist das schon gut. Die Regel sind da bei mir eher drei Stunden.
Das habe ich heute wieder wunderbar gesehen, wo ich in der Nacht zum heutigen Sonntag dank Migräne keinen Schlaf gefunden habe. Und jetzt wo die Schmerzen abgeklungen sind mein Körper trotz Müdigkeit nicht schlafen will / kann.

Und wenn ich von der Spätschicht nach Hause komme, dann finde ich über die Nacht wenigstens etwas Schlaf. Ob das so hinhaut werde ich in der jetzt kommenden Woche sehen, wo ich gleich mit der Spätschicht dran bin.

Übrigens bin ich der Einzige in der Abteilung der eine Spätschicht befürwortet. Alle anderen sind ganz spitz auf eine Nachtschicht. Wahrscheinlich weil es da mehr Geld gibt… wer weiß!?
Ich sage mir, halbwegs vernünftig schlafen ist mir wichtiger als etwas mehr Geld.
Unter anderem fallen dann so Argumente von Kollegen wie, „Wenn ich von der Spätschicht nach Hause komme, kann ich nicht mehr am Auto schrauben, und vor der Spätschicht will ich auch nicht am Auto schrauben wegen der schmutzigen Finger / Hände!“
Dieses Argument ist echt so gefallen.

Es ist aber auch vertrackt mit der Situation auf Arbeit. Permanent sind wir im Lieferrückstand, aus welchen Gründen auch immer. Erst wurde für fast zwei Jahre Nachtschicht ausgerufen, dann wurde aus der Nachtschicht eine Überstundenverordung. Und nach zweieinhalb Monaten Normalfall dann mit der Spätschicht wieder eine zweite Schicht. Ich frage mich, wie ich so meine angesammelten 175 Überstunden loswerden soll, wenn nach wie vor so viel zu tun ist. Auszahlen kommt nicht mehr in Frage, das habe ich einmal gemacht, und die Abzüge an Steuer waren immens.

Nun ja, ich darf jetzt nur nicht vergessen meine Wecker der Spätschicht dementsprechend umzustellen. Wäre ja blöd wenn ich eines Morgens um vier Uhr geweckt werde, obwohl ich erst ein paar Stunden im Bett bin.