Archiv für den Monat: November 2015

Feiern und Alkohol

Gestern Abend war die Weihnachtsfeier meines Arbeitgebers. Diese fand in einem Hotel nahe der Arbeit statt, so wie im Jahr zuvor.

ich selber bin ja kein Freund von Weihnachtsfeiern. Das liegt daran das ich mich unter einer Ansammlung von mehreren Menschen mehr als unwohl fühle. Da bekomme ich meist kein Wort heraus, und leide still vor mich hin.
Das Problem ist, wenn viele Menschen in einem Raum sind, schwillt natürlich die Geräuschkulisse an. Bedingt dadurch das ich nur mit einem gesunden Ohr höre, höre ich quasi nur einen Brei aus dutzenden / hunderten von Gesprächen. Mich auf ein bestimmtes Gespräch zu konzentrieren fällt mir unheimlich schwer, und irgendwann resigniere ich sitze still da und will nur noch raus.

Was mich an Weihnachtsfeiern, und Feiern im allgemeinen, auch irritiert, ist die Tatsache das es nicht wenige Menschen gibt die mit dem Vorsatz dorthin gehen weil man dann so viel Alkohol in sich hineinkippen kann wie nur irgendwie geht.
Die Sache mit dem Alkohol wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben.

Ich selber trinke keinen Alkohol, bzw. nur sehr sehr wenig. Mal einen Schnaps, wenn ich voll gefressen bin… das war es dann aber auch schon. Alkohol trinken, nur aus Spaß? Käme mir nie in den Sinn. Ich habe ziemlich häufig Kopfschmerzen, und ich will demzufolge keine weiteren Kopfschmerzen provozieren indem ich ordentlich Alkohol trinke. Ich möchte jeden Tag ohne Kopfschmerzen genießen, und da ist Alkohol kontraproduktiv,
Zum anderen mag ich den Anblick betrunkener Menschen nicht… betrunkene Menschen widern mich optisch richtig an. Hat wohl mit meinem Vater zu tun, der sehr gerne und recht häufig getrunken hat. Seinen Anblick, wie er dann besoffen so dasaß, konnte ich immer nie ertragen. So möchte ich nicht wirken.

Und so frage ich mich auf jeder Feier immer wieder aufs neue, wieso Menschen dazu bereit sind sich so gehen zu lassen, einen nächsten Tag mit üblen Beschwerden aufgrund des Alkoholkonsums in Kauf zu nehmen. Mir ist ein freier Tag viel zu wertvoll, als das ich den am nächsten Tag mit den Folgen des Alkoholkonsums vergeuden möchte.

Schnaps

Ein Kollege hat sich in dem Hotel wo die Weihnachtsfeier ein Hotelzimmer gemietet, damit er nicht nach Berlin zurück stolpern muss in seinem Rausch. Denn er hat sich vorgenommen so richtig dem Alkohol zuzusprechen. 80,- Euro hat das Zimmer gekostet. 80,- Euro sind eine Menge Holz… für weniger wäre er nach der Feier mit dem Taxi nach Berlin zurück gekommen. Vielleicht will ich das auch nicht verstehen.

Ich war am Ende jedenfalls froh dann rechtzeitig wieder zu Hause zu sein, denn immerhin hatte ich einen langen Tag hinter mir, da mein Wecker ja bekanntlich schon um vier Uhr Morgens Signal gibt.

Übers krankschreiben – oder „Altern ist doof“

Hui, schon eine Woche nicht mehr das Blog gefüllt.
Es ist in der Woche nicht wirklich viel passiert. Seit Freitag bin ich krank geschrieben. Es plagt mich wieder mal der Rücken. Und ich dachte ich hätte das mit dem Rücken in diesem Jahr jetzt durch. Aber nee, es hat nicht sollen sein.

Wieder einmal dieses Hexenschussdingens mit einhergehender Verspannung. Und das alles ohne das ich was gemacht hätte, ich saß am Donnerstag während einer Mitarbeiterversammlung auf dem Stuhl, stand nach der Versammlung auf, und da merkte ich schon das es wieder los geht mit dem Rücken. Einfach so!
Und im laufe des Tages schmerzte es immer mehr, und meine Haltung ging dank der Schonhaltung dann immer mehr zur Seite. Die Kollegen meinten, es sähe aus als ob mich ein Bus von der Seite angefahren hätte.

Freitag ging dann nichts mehr, so das ich mich entschied zu Hause zu bleiben und den Arzt aufzusuchen. Und nun bin ich eben seit Freitag bis einschließlich Mittwoch krank geschrieben.
ich habe Spritzen verschrieben bekommen, die den größten Teil des Schmerzes auch getilgt haben. Morgen bekomme ich die dritte und letzte Spritze, und dann sehen wir weiter. Ich bin jedenfalls zuversichtlich das ich am Donnerstag dann wieder zur Arbeit kann. Immerhin liegt am Donnerstag der Auffrischungskurs zu meiner Ersthelferschulung an, wo ich gerne teilnehmen würde. Schauen wir mal.

Ich lasse mich ja ungerne krankschreiben, und schleppe mich dann eben mit Schmerzen zur Arbeit. Unter anderem liegt das daran, das ich nicht gerne auf Arbeit anrufe um mich krank zu melden… schon gar nicht zum Wochenende. Man könnte ja denken ich will nur „blau machen“.

Ein wenig macht mir dieses „Kranksein“ auch Angst. Wie ich noch keine 40 war,  war ich echt stolz darauf so gut wie nie krank zu sein. Ich dachte das geht so weiter. Und kaum habe ich die 40 überschritten, gibt es kein Jahr wo ich nicht krank bin… das kannte ich zuvor so gar nicht. Wie erwähnt, das macht mir wirklich Angst.

Und ich hoffe das war es dann wirklich erst mal für längere Zeit mit dem Rücken und anderen Wehwehchen.

Scott Bradlee’s „Postmodern Jukebox“

Ihr kennt das, man setzt sich an den Rechner, will nur mal schnell was erledigen, und landet dann auf YouTube und klickt sich dann da von einem Clip zum nächsten… schwupps sind dann schon Stunden vergangen.

Ich habe vor ein paar Wochen den YouTube Kanal Postmodern Jukebox (Kurz PMJ) entdeckt, und der fasziniert mich jeden Tag aufs neue. Stunden habe ich damit verbracht die dort gezeigten Songs anzusehen, manche immer und immer wieder.

 

Der Pianist Scott Bradlee mag Jazz, und will ihn den Leuten näher bringen. Er arrangiert Pop und Rocksongs um in den Stil der Musik der 1920’er bis hin zu den 1960’ern. Das geht über den Swing, zur Dixiemusik, zum Motown bis hin zur Beach Boys Surfmusik. Alles klingt dann irgendwie „jazzig“.
Darunter sind dann Coverversionen wie zum Beispiel „Creep“ von Radiohead, „Hey Ya!“ von Outkast, oder „Umbrella“ von Rihanna um nur einige wenige zu nennen. Der Kanal ist voll davon, um sich Stundenlang an den tollen Umsetzungen zu erfreuen.

Es macht echt Spaß den verschiedenen Sängern und Sängerinnen zuzusehen und zu lauschen. Alle dort singende Menschen haben hervorragende Stimmen, und können die dargebotene Musik extrem gut optisch verkaufen. Gerade bei den Frauen kann ich mich nicht satt sehen. Wie sie sich zur Musik bewegen, und mit voller Hingabe die Lieder singen ist so faszinierend.
Bedauerlich das die Sängerinnen nicht so den großen Erfolg haben und nie in die Charts gestürmt sind. Da sind Talente darunter… mein lieber Schwan, da klappt mir echt die Kinnlade herunter.
Eine der Künstlerinnen, Haley Reinhart, hat in der zehnten Staffel von American Idol den dritten Platz absolviert. Die Frau ist, bei PMJ, echt der Hammer. Ich muss gestehen, ein klein wenig habe ich mich in sie verguckt.
Auch erwähnen möchte ich den Sänger, welcher als Sad Clown auftritt. Das ist so ein zwei Meter Hühne, mit einer sagenhaften Stimme. Hier ist er mit der Interpretation von Coldplays „Viva La Via“ zu sehen… sagenhaft!

Alle Videos wurden immer in einem Take aufgenommen, kein Schnitt wurde eingesetzt. Man sieht die Band immer in nur einem Raum (der manches mal für so viele Musiker recht klein ist), und die singende Person vor dem Mikrofon. Alles zu einem perfekten Sound.
Es macht so viel Spaß dem zuzugucken, denn manches mal passiert was im Hintergrund. Ein Saxophon brennt, ein Hund will immer vom Barhocker hüpfen und einer der Bläser versucht ihn davon abzuhalten, oder der Tambourine Guy… der ist echt die Härte. Bei manchen Liedern springt er ins Bild, und zieht da eine Nummer ab… ach seht einfach selbst!

Meine absoluten PMJ Favoriten sind:

Ach, ich könnte hier unendlich viele Songs verlinken. Aber das würde den Rahmen sprengen.
All das hat mich so fasziniert, das ich mir nach und nach nun jedes verfügbare Album von Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox kaufen und meiner Sammlung hinzufügen werde.

Nun bin ich wirklich gespannt, wie gefällt Euch das ganze?

Im Kino gesehen: James Bond 007 – Spectre

Am vergangenen Dienstag habe ich mir den aktuellen James Bond Film „Spectre“ angesehen. Für mich als Bond Fan, der alle Filme in seinem DVD und Bluray Regal stehen hat, natürlich ein klarer Pflichttermin.

Der letzte Bond „Skyfall“ hat mich ja schwer begeistert. Da hat einfach alles gestimmt, das Setting, die Musik und und und. Allen voran die Titelmusik, gesungen von Adele, war so richtig Bond. Ich mag ja Adele, bzw ihre Musik, nicht sonderlich. Aber der Song „Skyfall“ hat mich schwer begeistert.
Der Spectre Song, gesungen von Sam Smith (wer zur Hölle ist Sam Smith?) ist in meinen Augen mehr als schwach. Ein total dünnes Stimmchen für einen gewaltigen Bondtitel, und er will so gar nicht in das Bond Universum passen. Aber gut, auf alle Fälle ist er besser als der Madonna Song „Die another day“ zum gleichnamigen Film… der mit Abstand schlechteste Bond Song (zum schlechtesten Bond Film) ever.

„Spectre“ ist der vierte Film mit Daniel Craig, und alle Bond Filme mit Craig wussten mich zu begeistern. Mr. Craig macht seine Sache wirklich gut, mehr als gut.
In „Spectre“ erfährt man endlich mehr über die große Verbrecher Organisation die in jedem Craig Bond eine Rolle spielt. Und man sieht endlich den Boss vom ganzen. Christoph Waltz spielt den Boss der Organsiation, der sich am Ende des Films namentlich als Ernst Stavro Blofeld zu erkennen gibt. Leider bekommt Herr Waltz nicht so viel Präsenz auf der Leinwand, wie ich erhofft habe. Und er ist auch nicht so gut wie in den letzten zwei Tarantino Filmen, wo er wirklich glänzte. Aber es macht dennoch Spaß Christoph Waltz bei seinem Spiel zuzusehen.

Man bekommt in „Spectre“ mehr über die Vergangenheit von Bond zu erfahren, was sehr interessant ist, und die Story auch weiterbringt.
natürlich gibt es in „Spectre“ jede Menge Bumms und Wumms, teure Autos die zu Schrott gefahren werden, markige und ironische Sprüche und ferne Länder zu sehen… alles was zu einem Bond dazugehört. Da macht „Spectre“ alles richtig.
Falsch macht „Spectre“ eigentlich nichts. Aber er kommt dennoch nicht an „Skyfall“ heran. ich weiß nicht wieso. Vielleicht liegt es an der Länge des Film, die aber zu keinem Zeitpunkt langweilig wird.
Mit dem Bond Girl, gespielt von Léa Seydoux (kannte ich vorher auch noch nicht) bin ich nicht wirklich warm geworden. Sie passte irgendwie nicht in die Rolle die sie spielte, ich weiß auch nicht.

Ich hatte aber die zweieinhalb Stunden über meinen Spaß, und wurde wirklich großartig unterhalten. Am Ende blieb bei mir das Gefühl das das Ende der Bond Filme mit Craig erzählt wurde. Der große Boss hinter der Verbrecher Organisation ist enttarnt, und die vergangenen vier Filme mit Craig wurden miteinander verknüpft, so das alles irgendwie einen Sinn ergibt.
Man kann gespannt sein ob Craig sich noch mal die Rolle als Bond gibt. Zu wünschen wäre es, und jetzt wo mit Blofeld der Oberbösewicht eingeführt wurde, ergeben sich ja Möglichkeiten ohne Ende. Ob nun mit Craig oder ohne ihn. Aber einen neuen Bond wird es bestimmt geben. Wir können gespannt sein.

Auf alle Fälle kann ich den Film sehr empfehlen. Da macht man nichts falsch.

Feuchtes Höschen

Boah, heute ist mir was passiert im Bus… so etwas hatte ich auch noch nicht. Und ich ekle mich immer noch darüber.

Im Doppeldeckerbus der mich zum Feierabend nach Hause brachte, setzte ich mich oben auf einen der Sitze. Wie ich mich hinsetzte, merkte ich das es auf dem Sitz etwas kühl und feucht war. Und schon bald stellte ich auch einen unangenehmen Geruch in der Reihe fest.

Wahrscheinlich hat da so ein Ferkel auf den Sitz gepullert… und ich setze mich da auch noch nichtsahnend hin!!!
An meiner Haltestelle angekommen, sah ich zu das ich so schnell wie möglich mit dem feuchten Hosenboden nach Hause kam, und Hose und Unterhose in die Wäsche beförderte.

Schweinebande. Ich glaube ich werde mich nie wieder in einem Bus hinsetzen können.. NIE WIEDER!