Archiv für den Monat: Mai 2015

Sonntagsspaziergang

Heute war laufen / spazieren gehen angesagt. Soll ja laut meinem Arzt gut sein für meinen Rücken. Und ja, wenn ich laufe (oder stehe) tut der Rücken tatsächlich nicht ganz so weh.
Jeden Tag hoffe ich aufs neue das es meinem Rücken besser geht, aber der Heilungsprozess scheint sehr schleichend zu sein. Die Verspannung im Rücken hält sich hartnäckig, auch wenn es schon besser ist als vor anderthalb Wochen.

Wie auch immer. Ich bin heute also viel gelaufen, und habe dabei die teilnehmenden Radfahrer vom Berliner Velothon fotografiert. Schließlich läuft die Strecke ja bei mir durch den Bezirk, und ist quasi fast vor der Haustür.
Leider sind die Bilder alle nichts geworden. Keins der gemachten Bilder stellte mich auch nur halbwegs zufrieden. Ich komme einfach nicht mit sich schnell bewegenden Objekten klar. Ich habe es lieber mit Stillleben.

Velothon

Wieder zu Hause angekommen, war ich dann aber auch geschafft von dem Spaziergang.
Und Euer Sonntag so?

Ostprodukte und Ost- / Westdenken

Letztens hat mich eine Äußerung eines Kollegen mir gegenüber doch arg überrascht.
Demnach lehne ich, als alter Westberliner, ja alle „Ostprodukte“ total ab.
Ursache für diese Annahme ist die Tatsache, das ich mich partout weigere ein Stück panierte Jagdwurst mit Nudeln und einem Klacks Tomatensoße als „Jägerschnitzel“ anzuerkennen, bzw. dieses auch so zu nennen.
Leider existieren ja die Beiträge die ich zum Thema Jägerschnitzel Ost und West geschrieben habe nicht mehr, sonst würde ich darauf verweisen.

Es ist einfach so, das ich ein Stück panierte Jagdwurst niemals als ein Schnitzel ansehen kann und werde. Die Namensgebung dafür ist vollkommen falsch. Jagdwurst kann niemals ein Schnitzel sein.
Ein Jägerschnitzel ist für mich, als jemanden der westlich sozialisiert wurde, eben ein richtiges Schnitzel mit Pilzen. Ob nun mit Rahm oder ohne sei mal dahingestellt.

Nun gehen die Kollegen komischer Weise davon aus, das ich das Stück panierte Jagdwurst eben nicht mag oder gar komplett ablehne. Wobei ich niemals behauptet habe das dieses Gericht mir nicht schmeckt, ich störe mich lediglich an der Bezeichnung Schnitzel, das ist alles. Unzählige Diskussionen gab es dazu schon, und sie (die Kollegen) versuchen mich damit immer noch zu reizen… was denen leider auch gelingt. Weil, Jagdwurst als Schnitzel zu bezeichnen ist in meinen Augen mehr als frech, und das hat kein Schnitzel verdient!

Aufgrund dieser Annahme das ich in den Augen der Kollegen etwas gegen die Ostvariante des Jägerschnitzels hätte gehen sie nun davon aus das ich eben alle Ostprodukte meide.
Umso überraschter war einer der Kollegen, wie ich erzählte das ich bei meiner Suche nach einem neuen Fahrrad auch die Marke Diamant ins Auge geworfen habe. Ich als „überzeugter“ Wessi und so war seine Antwort.

Falsch gedacht werter Kollege. Der Bautz’ner Senf ist zum Beispiel eine meiner Lieblings- Senfsorten! Mein favorisiertes Waschmittel ist das der Marke Spee. Nur um zwei Beispiele zu nennen. Warum solle ich mich daher nicht auch nach einem Fahrrad umgucken, welches eben nicht ein „Westprodukt“ ist? Der Gedanke dieses Kollegen, bzw. was er über mich denkt, hat mich echt geärgert.

All die Jahre die Deutschland nun wiedervereinigt ist, kotzt mich diese Ost- / Westdiskussion echt an. Ich habe den Kanal dahingehend wirklich voll. Dummer Weise ist ein großer Teil der Kollegen doch etwas extrem in der Ost- / Westsache, wie ich finde. Nach wie vor muss ich mir in der Pause in Gesprächen anhören wie toll alles damals in der DDR war. Anstatt den Fokus nun auf das hier und jetzt zu richten, wird häufig in der Vergangenheit geschwelgt. Und weil ich in der Pause zu dem Thema eh nichts zu sagen habe, halte ich es besser da still zu sein, was mich dann wiederum als „unverbesserlichen Wessi“ abstempelt.
Wäre echt schön wenn dieses Ost- / Westdenken verschwinden würde. Aber ich glaube das wird ein Traum bleiben.

altes Rad / neues Rad

Gestern habe ich mein Fahrrad verkauft. Zehn Jahre ist es mittlerweile alt gewesen, und ich war mit dem Fahrrad mehr als zufrieden. Dieses Rad ist das erste Fahrrad, für das ich mehr Geld ausgegeben habe. Knapp 800,- Euro waren das damals. Zusätzlich dann noch für ca. 200,- Euro noch ein paar Modifikationen, wie andere (bequemere) Lenkergriffe, neue Pedale, Diebstahlsicherung für Radnaben und Sattelstütze sowie Fahrradcomputer und Fahrradschloss.
Und ich habe diesen Entschluss, mal kein Rad aus dem Baumarkt oder dem Restposten vom Fahrradhof sondern ein teureres Rad zu kaufen, nicht bereut. Ja ich würde mir nie mehr ein „günstiges“ Rad kaufen wollen. Man merkt den Unterschied wirklich sehr, ich wollte es kaum glauben.

Das alte Rad, welches ich verkauft habe, wollte ich eigentlich länger behalten. Eben weil ich so zufrieden damit war. Doch blöder Weise brauchte ich Kettenfett für die Kette des Fahrrades.
Und beim Kauf eben jenes Kettenfettes, fand ich mich im Fahrradladen in der Abteilung für neue Fahrräder wieder. Wäre ich da mal nicht in die Abteilung gegangen. Von wegen, nur mal spaßeshalber gucken. Da standen sie, niegelnagelneue saubere schicke Fahrräder. Und da war ich dann angefixt. Den Gedanken eines neuen Fahrrades bekam ich von da an nun nicht mehr aus dem Kopf.

Wie ich dann schlussfolgerte das das alte Rad nun auch schon zehn Jahre alt ist (junge ist die Zeit vergangen), fühlte ich mich schon alleine dadurch legitimiert mir ein neues Rad zu kaufen.

Gestern hat dann also ein Kollege mein altes Rad gekauft.
Und jetzt warte ich nur noch darauf das mein Rücken wieder besser wird (mittlerweile sind es schon zwei Wochen die ich mit der Verspannung zu kämpfen habe), und dann stürme ich in den Fahrradladen und werde da mal das eine oder andere Rad antesten.

Es tat schon ein wenig weh, das alte Fahrrad im Kofferraum des Kollegen verschwinden zu sehen. Das Rad war schon irgendwie was besonderes für mich.
Aber ich freue mich auch schon auf was neues.

Nun muss, wie erwähnt, nur noch der Rücken mitmachen.
Der Vernunftsmensch in mir meckert jedoch ohne Unterlass, das ein neues Rad noch gar nicht nötig gewesen wäre, das alte hätte es doch noch lange getan. Andererseits ist da der Reiz des Neuen.
Letzten Endes ist aber nur das Kettenfett schuld… gilt das als Ausrede für ein neues Fahrrad?

Duschen

Duschen geht schön schnell. Ich ziehe das Duschen dem Baden vor, eben weil es so schön schnell geht. Man stelle sich mal vor, ich bade vor dem Gang zur Arbeit noch ein Stündchen… dann müsste ich ja schon um drei Uhr Morgens aufstehen, und nicht um vier Uhr!  😉

Dusche

Mitten in der Woche, wenn ich arbeiten muss, habe ich auch wenig Probleme damit mal schnell unter die Dusche zu hüpfen. Lediglich an freien Tagen, wie Wochenenden, Urlaub, oder Feiertagen habe ich Probleme mit dem „mal schnell unter die Dusche hüpfen“. Da zögere ich das unweigerliche dann lange hinaus.
Ich wache Morgens auf, verweile noch eine Weile Bett, oder schaue etwas Fernsehen oder setze mich „mal kurz“ an den Rechner. Lust zu duschen, habe ich dann nicht.

Und so wird es dann meist immer recht spät, bis ich mich unter die Dusche quäle.
Ich frage mich schon seit geraumer Zeit, wieso das so ist. Warum ist meine Motivation zu duschen an freien Tagen nicht sonderlich hoch?
Was ich da schon an Zeit vertrödelt habe, nur um das Duschen hinauszuzögern…

Wie dem auch sei, ich werde jetzt rasch unter die Dusche verschwinden… oh, ein interessantes Video auf YouTube…