Leer

Die

Luft

ist

raus.

Ich pausiere erst mal, oder höre mit dem bloggen ganz auf.
Mal schauen. Der Gedanke komplett aufzuhören verfolgt mich schon eine Zeit lang.
Ich gebe dann aber rechtzeitig bescheid. Keine Angst.

Höflichkeit

Ich gebe zu, ich bin zuweilen ein recht mürrischer Mensch. Manche Leute kommen mit mir, meinen Eigenarten und Macken nicht klar. Auch innerhalb der Familie. Ist Ok, ich kann damit leben.
Worauf ich aber wirklich Wert lege wenn ich mit anderen Menschen konfrontiert werde, ist die Höflichkeit zu wahren. Ich versuche niemanden verbal auf die Füße zu treten, und gebe mein Bestes immer nett und zuvorkommend zu wirken. Was, wenn man von der Mimik her meist recht grimmig guckt, recht schwer ist.
Will meinen, gewisse Grundzüge an Höflichkeit müssen vorhanden sein.

Mir ist es zum Beispiel sehr wichtig immer zu grüßen wenn ich jemanden treffe den ich kenne. Auf Arbeit muss sich so jeder Kollege ein „‚Morgen“ von mir anhören, wozu ich dann meist eine kleine Runde durch die Produktion mache und in jeder Abteilung einen Gruß hinterlasse.
Treffe ich Leute bei mir im Haus im Treppenhaus, so bekommt ausnahmslos jeder ein „Guten Tag“ (und der Versuch ein freundliches Gesicht zu machen) von mir.

Menschen, die partout auf meinen Gruß nicht reagieren habe ich regelrecht gefressen. Auch wenn sie nach wiederholten male eines Grußes von mir nicht antworten, bleibe ich konsequent dabei.

Vor ca. drei Wochen ist eine junge Frau in mein Haus gezogen. Die wohnt nun direkt neben mir. Ich weiß nicht wie es bei Euch ist, aber ich habe kurz nach dem Einzug in meine Wohnung bei den Nachbarn direkt neben mir geklingelt, und mich vorgestellt. Man wohnt ja nun direkt Tür an Tür, und da finde ich es schon nett wenn man sich mal persönlich vorstellt. Schon alleine um einen ersten Eindruck zu bekommen was einen so erwartet.
Nun, bei besagter Nachbarin die vor kurzem eingezogen ist kam bis jetzt nichts. Ok, nicht jeder vertritt die Auffassung des „ersten Vorstellens“ bei einem Einzug, so wie ich.

Vor einer Woche habe ich sie dann mal „live“ im Treppenhaus gesehen, als ich am Briefkasten stand und sie den Müll herunter brachte. Ich grüßte artig mit einem „Guten Tag“, und es folgte… nichts. Keine Antwort, nicht mal ein Blick oder so was. Na holla, dachte ich mir, was ist denn das für eine Person?
Versteht mich nicht falsch, das war kein Versuch sie anzugraben oder so etwas. Ich wollte einfach nur höflich sein. Aber daraufhin nicht mal eine Antwort zu erhalten, ja nicht mal einen Blick in meine Richtung… das hat mich schon geärgert.

Vielleicht liegt das auch in der Familie bei ihr. Am Tage des Einzugs, da hatte ich zufällig frei, begegnete ich nach meinem Einkauf eine älteren Dame vor dem Haus, die auch ins Haus wollte. Ich grüßte artig, und fragte, „Und sie sind jetzt hier eingezogen?“ Man will ja wissen mit wem man es jetzt zu tun hat.
Und sie antwortete, „Nein, die Tochter“. Sonst nichts. Fand ich schon merkwürdig, diese knappe Antwort. Man hätte ja auch eine Gegenfrage stellen können um eine kleine Konversation zu starten. Ich wünschte daraufhin „Na dann viel Glück in der neuen Wohnung“, woraufhin nicht mal eine Antwort kam. Kein „Danke“… nichts.

Ich fand das äußerst unhöflich. Kein guter Start finde ich.

Oder auf Arbeit, da gibt es einen Kollegen, ein Vorgesetzter wenn man es so will, der grüßt einen nach und vor der Arbeit nicht. Würdigt einem nicht eines Blickes. Nicht mal ein freundliches Nicken in meine Richtung, obwohl meine Augen den Kontakt gesucht haben und ich einen schönen Feierabend wünschen wollte als ich ihn im Bus gesehen habe.
Nicht nur einmal, das ist mir schon mehrmals passiert bei dem Kollegen. Außerhalb der Arbeitszeiten kennt er keinen aus der Firma, bzw. von den Leuten unterhalb seiner Gehaltsstufe. Diese Erfahrung haben mir auch andere Kollegen mit ihm berichtet.
Solche plumpe Unhöflichkeit ärgert mich richtig. Herrjeh, ich will keinen saufen mit ihm gehen oder meine Freizeit mit ihm verbringen. Aber einem bekannten Kollegen einen schönen Feierabend wünschen ist doch wohl das mindeste, oder?

Oder verlange ich von anderen zu viel? Ich weiß es nicht.

In der U-Bahn / Mütter

Ich fahre ja gerne U-Bahn, aber eigentlich viel zu selten. Mein Arbeitsweg gibt nur Bus und S-Bahn her. Darum wird Teltow auch immer ein Kaff bleiben, weil es eben keine U-Bahn hat. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich habe die Tage frei, Überstunden abbauen weil derzeit in der Produktion nichts geht wegen einer Umstellung des Warenwirtschaftssystems. Soll mir, mit meinen über 170 Überstunden recht sein. Komme ich wenigstens etwas von den angesammelten Überstunden runter.
Und so habe ich gestern beschlossen mal wieder zur Wilmersdorfer Straße zu fahren, in die dortige Fußgängerzone. Zum shoppen und gucken. Naja, wenn ich ehrlich bin wollte ich eigentlich nur mal die dortige Filiale von Jim Block testen, aber bitte nicht weiter erzählen.

Dorthin bin ich dann mit der U-Bahn gefahren.
Und wie so oft in der U-Bahn, sitze ich dann da und gucke mir die Menschen an, anstatt auf mein Smartphone zu starren. Das ist immer sehr interessant, zumindest bei längeren Fahrten, da hier ja alle Nase lang neue Leute ein- und aussteigen und es immer was zu sehen gibt.

U-Bahn

Ich ergatterte mir also beim Umsteigen in die U7 am Bahnhof Mehringdamm einen Platz und begann mir das Schauspiel der verschiedensten Persönlichkeiten und Menschen in der Bahn anzugucken.
Es stiegen recht viele Leute ein, die um Geld baten. Unter anderem eine Frau die ihre Situation, kein Geld, keine Wohnung, keinen Job, in ein Liedchen fasste welches sie vortrug. Die Frau hat, so mein Eindruck, in ihrem Leben schon was an Drogen oder Alkohol weg. Hat man ihr deutlich angemerkt.

Es steig auch einer zu, der wirklich übel gerochen hat und äußerst penetrant um Geld bettelte indem er sich vor jeden Fahrgast stellte und demonstrativ die Hand aufhielt. Ob er den Gestank als „Bettelhilfe“ einsetzt, damit die Leute rasch zahlen und er „verduftet“?
Ja, der Typ hat schon übel gerochen. Noch lange bevor er in meiner Nähe war und ich ihn gesehen habe, fiel mir dieser wirklich bestialische Geruch auf.
Als er den Wagon weiter schlenderte um zu betteln, packte die Dame neben mir ein Fläschchen Duftöl oder so was aus, rieb sich die Hände ein, hielt sich diese vor ihr Gesicht und atmete tief ein.
Wenn ich offener mir fremden Menschen gegenüber wäre, und keine Probleme hätte diese anzusprechen, hätte ich ihr gesagt „Was uns nicht umbringt, härtet ab“. 🙂
Nun ja, ich bin kein Verfechter der Benutzer die übermäßig viel Sagrotan oder so Zeugs benutzen, und ich vermute diese Dame ist eine von diesen Menschen.

Interessant auch, auf der Rückfahrt war die U-Bahn recht voll. Aber neben dem Mann der wie ein islamistischer Terrorist aussah, so mit zerzausten Bart und dem typischen Käppie auf dem Kopf, wollte kaum einer sitzen.
Ja, mit all dem ganzen Mist der in den letzten Jahren passiert ist haben die Terroristen den hier lebenden streng gläubigen Muslimen keinen Gefallen getan. Aber ich glaube das wollen die auch, die Gesellschaft spalten damit sie mehr Zulauf bekommen.

Achja, bevor ich es vergesse. Mir fiel auf das sich Mütter wohl nie ändern werden. Meine Mutter z.B. vergisst auch heute nicht mir bei jedem Ausflug in die Innenstadt zu erzählen ich solle vorsichtig sein, weil „in der Stadt viel geklaut“ wird, und ich auf meine Sachen aufpassen soll.
Das ist so wie zu der Zeit als ich noch ein Auto hatte, da sagte sie auch vor jeder Fahrt zu mir, ich solle vorsichtig fahren, es ist glatt draußen (entweder es regnet, es liegt Laub auf den Straßen, es schneit oder die Sonne scheint….).
Mütter… die können wohl nicht aus ihrer Haut, auch mit 81 nicht. 😉
Aber hey, deswegen lieben wir sie doch so, oder?

Fazit Nassrasur mit dem Rasierhobel

Weihnachten habe ich ja damit begonnen mich mit nass mit einem Rasierhobel zu rasieren.

Rasierhobel

Nun ist einige Zeit ins Land gegangen, und ich kann weiter berichten.
Die zeit der Ein- Umgewöhnung war schon heftig. Ich habe es lange nicht hinbekommen mich zu rasieren ohne das es blutete. Ich sah da nach einer Rasur schon wild aus. So bin ich auch gleich zu Anfang dazu übergegangen mich nur noch Abends zu rasieren, so das sich meine Haut über Nacht regenerieren und heilen kann.
Mittlerweile ist mir dieses Abends rasieren schon zu einem kleinen Ritual geworden. Musik an, und dann wird rasiert.
Seit gut einem Monat klappt die Rasur auch ohne das ich großartig Blut verliere. Es ist wohl eine Mischung aus Übung, und die Gewöhnung der Haut an der ganzen Sache. Was mir aber aufgefallen ist, es spielt bei mir eine große Rolle welche Klingen ich benutze. Ich hätte nie gedacht das es wirklich Unterschiede bei den Klingen gibt.

  Rasierklinge

Die fünf Klingen die mit dem Rasierhobel geliefert wurden, haben es nicht so wirklich gebracht. Ganz anders die Klingen, die ich dann im Internet bestellt habe. Ohne sich groß zu verletzen wuppt das da mit den Klingen. Schon interessant.

Mensch, ich war mehrmals dicht davor die Sache mit dem Rasierhobel aufzugeben, und wieder zum Elektrorasierer zu greifen. Aber man gut das ich durchgehalten habe. Denn noch habe ich mich nach einer Rasur so gründlich rasiert gefühlt, wie jetzt mit dem Rasierhobel.
Ja, man kann sagen der Selbstversuch sich auf altmodische art zu rasieren, ohne zu einem teurem Systemrasierer zu greifen, ist mir geglückt.
Man muss aber auch Zeit und Geduld mitbringen.

Die Verfechter der Nassrasur mit dem Hobel oder gar Messer werden jetzt aufschreien, aber ich benutze weder Rasierseife noch Schaum zum aufschlagen. Nach wie vor benutze ich den Schaum aus der Dose, der tut es auch.
Vielleicht werde ich eines Tages mal zur Rasierseife oder den Schaum zum aufschlagen greifen. Aber im Moment geht das so wunderbar.

Ja, so ist das. Ich werde dabei bleiben, denn ich bin hochzufrieden mit dem Ergebnis. Es ist schon was anderes, sich so zu rasieren. Man sollte aber geduldig bleiben, wenn man den Schritt wagt. Von heute auf Morgen klappt das nicht.

Mutter und Sohn beim Einkauf

Als ich neulich in meinem favorisierten Supermarkt an der Fleischtheke mit Bedienung in der Schlange stand, wurde ich ungewollt Zeuge einer Unterhaltung einer alten Dame im Rollstuhl, und ihrem Sohn.
Der Sohn war so ende 40 Anfang 50. Die Mutter zeigte immer auf die eine oder Sache in der Auslage, und fragte ihren Sohn, „Das kannst Du doch zubereiten, oder?“, oder „Das kannst Du, oder?“.
Aber eben nicht leise, sondern so das es wohl jeder in der Schlange mitbekommen musste. Für den Sohn muss das so unsäglich peinlich gewesen sein… also für mich wäre es das. Aber er hat sich nichts anmerken lassen.

Als das Gespann dann an der Reihe war, wählte die alte Dame zwei verschiedene Pfannegerichte aus, also so schon fertig gewürztes geschnetzeltes Fleisch, und textete während dessen die Dame in der Fleischbedienung zu.
„Ich habe hier einen Junggesellen der nicht kochen kann“, erzählte sie mit lauter Stimme der Dame hinter der Theke. „Das hier wird er doch kochen können?“… und so weiter. Und wieder hat der Mann, ich möchte noch mal festhalten das er ende 40 Anfang 50 war, sich nichts anmerken lassen.

Also ganz ehrlich, wenn das meine Mutter gewesen wäre, und die mich so vor allen Leuten runter macht, ich hätte sie in ihrem Rollstuhl irgendwo in den Gang gestellt, und erst wieder eingesammelt wenn ich meine Einkäufe beisammen habe.
Aber vielleicht braucht der Mann das, eine Frau die ihn so runterputzt vor versammelter Mannschaft.
Mir tat er irgendwie leid.