Warum ich selten lächel

Heute wurde ich, wieder einmal, von Arbeitskollegen und Kolleginnen gefragt warum ich denn nicht lächel.
Heute ließ ich dann die Katze aus dem Sack.

Lächeln

Das ich nicht lächel, ist reiner Selbstschutz mir gegenüber. In der Vergangenheit habe ich durch mein gewinnendes Lächeln einfach zu viele Frauenherzen gebrochen. So viele, das das mein Gewissen nicht mehr mitmacht, und ich nur noch grimmig gucke. Wie gesagt, reiner Selbstschutz.

So sieht das aus.

Alle Jahre wieder

Auch dieses Jahr wieder…

Ich hasse den Winter, ich hasse Schnee, und ich hasse es zu frieren.
Mit jedem Schnee- Bild was auf Instagram oder Twitter oder gar in einem Blogbeitrag gepostet wird, leide ich aufs neue. Ja, ich leide bei dem Anblick wirklich.

Ich will wieder bei warmen Temperaturen auf dem Balkon chillen, Musik hören oder einfach nur meinen Gedanken nachhängen.

 Balkonaussicht Herbst

Ich vermisse die Fahrten mit dem Rad zur Arbeit und zurück. Inständig hoffe ich, das das Wetter ab Ende März für mich wieder so angenehm und zuverlässig wird wieder das Fahrrad für meinen Weg zur Arbeit zu nehmen.
Von meinen sieben Kilo die ich durch das Radfahren im letzten Jahr abgenommen habe, sind mittlerweile wieder zwei bis drei Kilo drauf… das muss doch nicht sein, oder?

Ich kann nur unverständlich den Kopf schütteln, wenn ich überall mitbekomme wie man sich voller Begeisterung über den Winter äußert.
Winter bedeutet immer für mich frieren, egal wie dick man sich einpackt. Winter bedeutet auch, die Gefahr sich zu erkälten ist in der Zeit enorm hoch. Winter bedeutet, es ist nur wenige Stunden am Tag hell. Winter ist Scheiße! So, Punkt aus!

Also hört bitte auf diese grausame Jahreszeit zu glorifizieren. Danke.

Fazit ein Jahr Rasierhobel

So, nun rasiere ich mich schon genau ein Jahr lang mit einem Rasierhobel. Zeit für an abschließendes Fazit.

Was habe ich die Jahre zuvor nicht schon alles ausprobiert. Nasse Rasur mit diversen Systemrasierern von diversen Herstellern, und trocken mit den verschiedensten Elektrorasierern.

Bei den Elektrorasierern hat mich am meisten gestört, das die so laut sind. So richtig leise war da keines der ausprobierten Geräte. Und gründlich ist auch was anderes.
Die Systemrasierer, da hatte ich Wilkinson und Gillette ausprobiert, sind da schon was anderes. Hier ist die Rasur schon gründlicher. Aber das ganze geht ganz schön ins Geld. Nach maximal zwei Wochen war da bei mir schon eine neue Klinge fällig. Das läppert sich, wenn man so über zwanzig Euro für eine Packung mit 12 Klingen nimmt.

Seit nun einem Jahr benutze ich nun einen Rasierhobel für meine Rasur.
Es hat gut drei Monate gedauert bis die Rasur gut von der Hand lief, und die Verletzungen nicht mehr zu groß sind. Verletzungen bleiben am Anfang nun mal nicht aus. Aber das Ergebnis ist, wenn man es dann irgendwann drauf hat, schon eine Klasse für sich. Noch nie zuvor hatte ich nach der Rasur eine so glatte Haut. Da liegen, wenn ich die Systemrasierer und den Rasierhobel miteinander vergleiche, Welten dazwischen.

Rasierhobel

Ich bin, mit der Benutzung des Rasierhobels, dazu übergegangen mit Abends zu rasieren. So hat meine Haut über Nacht Zeit sich zu regenerieren. Und ich mich mich Morgens dann auch nicht beeilen mit der Rasur. Denn wenn man sich mit einem Rasierhobel rasiert, so meine Erfahrung, sollte man sich schon Zeit nehmen und nichts überstürzen.

Mittlerweile ist es Abends schon ein kleines nettes Ritual geworden, mit bei laufender Musik im Badezimmer mit dem Hobel zu rasieren und während dessen meinen Gedanken nachzuhängen, bzw. den Tag Revue passieren zu lassen.
Bis auf an einen oder zwei Tagen die Woche, rasiere ich mich täglich. Ich fühle mich mit Stopeln im Gesicht total unwohl. Daher rasiere ich mich, in Augen mancher, fast täglich. Mir ist es ein Rätsel wie sich so Hipsterjünglinge mit ihrem Fell im Gesicht wohlfühlen können.

Ich habe mir zu Anfang ein Päckchen mit 100 Klingen gekauft, was mich knapp 15 Euro gekostet hat. Die Klingen werden einmal die Woche gewechselt, obwohl sie wohl auch locker zwei Wochen halten würden. Aber bei dem Preis kann man schon mal wöchentlich wechseln, und ich mache immer noch einen besseren finanziellen Schnitt als mit den teuren Klingen für Systemrasierer.

PC270002

Auf YouTube und in diversen Foren habe ich mir mal so angeschaut und durchgelesen wie man sich am besten mit einem Rasierhobel als Anfänger rasiert. Fast überall wurde erzählt, nur mit dem Strich, nie dagegen. Schnell fand ich heraus, das die Rasur nicht so gut ist wenn man sich ausschließlich mit dem Strich rasiert. Und so riskierte ich es mal auch gegen den Strich. Es geht auch, und das Ergebnis ist da schon deutlich besser. Also blieb ich dabei. Zwei drei Züge mit dem Strich, und zwei drei Züge gegen den Strich. Das reicht bei mir vollkommen.

Anfangs hatte ich auch noch auf Rasierschaum aus der Dose gesetzt. Ich wußte ja nicht ob und wie lange ich bei dieser art der Rasur bleiben werde, und ob das was für mich ist. Da wollte ich mich nicht weiter in Unkosten stürzen indem ich mir noch eine Schale und einen Pinsel zum Aufschäumen von Rasierseife oder Schaum hole.
Doch nach einem Jahr wagte ich den Schritt, und setze seitdem auf Rasierseife zum Aufschäumen. Mensch, hätte ich das mal vorher gemacht. Die Rasur ist damit noch viel besser, und man verletzt sich auch nicht so häufig damit. Die klinge gleitet, flutscht förmlich, über das mit dem Rasierpinsel eingeseifte Gesicht.

Anfangs habe ich mir einen geschlossenen Rasierer geholt. Nach einer Weile wollte ich mal einen offenen Rasierer ausprobieren. Der Unterschied zwischen offen und geschlossen ist, das der offene Hobel einen anderen Winkel hat und mehr von der Klinge frei liegt. Der offene Hobel soll gründlicher sein (noch gründlicher… geht das überhaupt?). Und tatsächlich, die Ergebnisse sind noch besser als mit dem geschlossenen Rasierer. Aber man merkt schon das der offene Hobel aggressiver ist. Auch sind hier Verletzungen häufiger. Der offene Rasierhobel ist schon dicht dran an einem Rasiermesser. So gesehen überlege ich es mir gut, ob ich jetzt den offenen oder den geschlossenen Hobel eine Woche lang benutze.
Mein Favorit ist daher der Rasierhobel mit geschlossenen Kamm.

Also das Jahr mit neuer Rasiererfahrung hat sich gelohnt. Nie zuvor hatte ich so eine glatte Rasur. Das abendliche aufschäumen der Rasierseife, sich einseifen und dann rasieren ist mir ein nettes Ritual geworden, an dem Abends vor dem zu Bett gehen noch mal gut runterkomme. Also mental gesehen.
So Wandelhaft ich auch in den letzten Jahren war, was meine Rasur angeht, so denke ich das ich jetzt bei der Variante mit dem Rasierhobel bleiben werde. Das scheint echt mein Ding zu sein.

Ich sage mittlerweile immer, „Wer einen Bart hat, ist zu Feige sich wie ein Mann mit richtiger Klinge zu rasieren!“.

 

Die erste Eisenbahn

Kurz ein Lebenszeichen eingeschoben.
Weihnachten, ich habe jetzt bis zum neuen Jahr eine Woche Urlaub. Und freue mich darauf endlich meine Ruhe zu haben. Lediglich das Familienbeisammensein am ersten Weihnachtsfeiertag gilt es zu überstehen. Ist für mich, der nicht mit so vielen Menschen auf einen Haufen klar kommt, immer eine besondere Herausforderung.

Ich habe letztens ein altes Bild von mir gefunden.
Es zeigt mich an einem Weihnachtsabend im Alter von ca vier fünf Jahren. Also irgendwann mitte der 70’er Jahre muss das gewesen sein.
Ich habe gerade meine erste Eisenbahn geschenkt bekommen. Die hat mich so begeistert. Laut Aussage von Frau Muttern habe ich an dem Abend stundenlang, bis weit nach Mitternacht hinein vor der Bahn gesessen und dem Zug beim Kreise ziehen zugeschaut. Zwischendurch bin ich immer wieder völlig ermüdet für einige wenige Sekunden eingenickt, nur um dann wieder hochzuschrecken und weiter dem Zug zu folgen.

  Die erste Eisenbahn

Man beachte das ich auf dem Bild eine Fliege trage. So etwas wird nie wieder passieren, so lange ich lebe. Ich werde das zu verhindern wissen.
Aber was macht man nicht alles um Sympathiepunkte beim Weihnachtsmann zu sammeln.

So, ich gehe jetzt wieder ins Bett und feiere den Tag mit der Decke über dem Kopf. Schlaf ist schon was schönes.

Um das Wochenende betrogen

Vergangenes Wochenende war es wieder soweit. Ich hatte einen Migräneanfall, und die mir verschriebenen Tabletten wirkten nicht.
Das die Tabletten nicht wirken, kommt vor. Ist aber zum Glück recht selten. In den allermeisten Fällen tun die Tabletten ihren Dienst, wofür ich auch sehr dankbar bin.

Nur eben an diesem Wochenende nicht. Seit dem frühen Freitag Abend, um genau zu sein. Seitdem plagte mich eine immer schlimmer werdende Migräne… bis zum Sonntag hinein. Und das war mal wieder nicht schön. Das geht, bei mir soweit das ich ich mir sogar den Tod wünsche. So schlimm ist das wenn der der Schmerz bei mir eskaliert.

Wie auch immer, am heutigen Montag war dann alles wieder im Lot. Aber dann kam die Wut. Die Wut das ich das Wochenende, auf das ich mich immer so freue, nicht ausreichend genießen konnte. Schlafen ging ja nicht, wegen der immensen Schmerzen im Kopf, und sich mit TV oder Playstation beschäftigen erst recht nicht.
Im Grunde genommen war da nichts mit Erholung, wofür so ein Wochenende eigentlich gedacht ist. Und das macht mich so wütend, ich fühle mich um mein Wochenende betrogen.

ich sage Euch, alles doof. Aber das nächste Wochenende kommt bestimmt.
Und wenn ich am Ende meiner Existenz vor demjenigen stehe, der für all das verantwortlich ist, der kann sich warm anziehen. Der wird da einiges von mir zu hören bekommen.