Live gesehen, Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox

So, es war endlich so weit. Ich habe das Musikprojekt Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox, welches mich seit einiger Zeit extrem begeistert, live gesehen. Also das Projekt, das aktuelle Pophits ins Gewand von Swing, Jazz und Soul presst.

Am gestrigen Mittwoch trat eine Formation des Projekts im Berliner „Huxleys neue Welt“ auf.  Mein lieber Schwan, im Huxleys war ich ja schon ewig nicht mehr. Der Eingang war an vollkommener anderer Stelle als ich gewohnt war. Es ist wirklich schon ein paar Jahre her das ich da mal war.
Ich kenne das Huxleys ja noch, da war da eine Rollschuhdisco, was in den 80’er Jahren war. Ja, nennt mich „alter Sack“. 🙂

Die Show war echt grandios, und ich habe genau das bekommen was ich erwartet habe. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Ich bin froh das ich einen Set erwischt habe, wo Cristina Gatti, Sarah Niemitz und Aubrey Logan die Sängerinnen stellten. Cristina Gatti hat einfach nur Stil und Klasse , Sarah Niemitz sieht man die Freude beim singen wirklich an, und Aubrey Logan ist eine wirklich gute Performerin die sogar Posaune spielt.
Gerne hätte ich noch Haley Reinhart gesehen, aber man kann nicht alles haben.

Den männlichen Gesangspart übernahmen Von Smith und LaVance Colley (welcher die Menge extrem gut auf touren brachte).
Ich spare es mir mal die anderen Musiker namentlich zu nennen. Zwei Bläser, ein Schlagzeug, ein Stand up Bass und natürlich ein Piano sind vertreten gewesen.  Quasi das volle Postmodern Jukebox Programm.
Als Special Guest war für zwei drei Nummern Annie Goodchild zugegen… und die Frau war echt überraschend. Die hatte die Menge auch im Griff, und wusste mit ihrer Stimme zu begeistern.

Ich war vollkommen aus dem Häuschen als gleich zu Anfang, nach LaVance Colleys Ansage und Vorstellung Cristina Gatti auf die Bühne kam, und „Bye bye bye“ von Nsync ins Mikrofon schmetterte. Hach, die Frau ist einfach nur Klasse!
Und wie alle drei Frauen dann meinen Postmodern Jukebox Favoriten „Burn“ von Ellie Goulding sangen… ich bin immer noch hin und weg.

LaVance Colley bleibt mir mit „Halo“ (Beyonce) und dem unsäglichen Titanic Song „My heart will go on“ von Celine Dion in Erinnerung, nur das halt das Postmodern Jukebox Cover drei Millionen mal besser ist. Believe me!

Von Smith ist mir durch seine Interpretation von dem Guns’n Roses Klassiker „Sweet Child o‘ mine“ angenehm aufgefallen. Im verlinkten Video ist jetzt Caysey Abrams zu sehen, den ich auch gerne gesehen hätte, aber die Interpretation von Von Smith ist schon große Klasse.

Unbedingt erwähnen möchte ich noch Sarah Reich, die Steptänzerin des teams. Mein lieber Schollie, die Frau steppt was weg. Und ist dabei immer am lächeln, egal wie anstrengend das ist.
Ganz großes Kino, das Step und Drum Battle das sie sich mit dem Schlagzeuger geliefert hat. Ich hätte niemals gedacht das man Steptanz so groß darbieten kann. Das war schon atemberaubend, und gab immer eine extra Portion Applaus von den Anwesenden.

Zum Finale gab es, als Rauswerfer, von allen gesungen Taylor Swifts „Shake it off„.
Aus die Maus. Mir taten nach fast zweieinhalb Stunden Konzert die Füße ein wenig weh. Aber das erlebte war wirklich großartig und unvergesslich. Ein tolles Team was da auf der Bühne stand. Ich werde noch lange an das Konzert denken, und hoffen Postmodern Jukebox mal irgendwann live wieder zu sehen.
Bis dahin bleibt mir ja der grandiose Kanal auf YouTube.

Auf das Postmodern Jukebox übliche Bild am Ende eines Konzerts habe ich es leider nicht geschafft.  🙁
Ich bin eben zu unscheinbar.

 

Berlin, what a wonderful crowd!!! We had so much fun, thank you for this magical night! #postmodernjukebox #PMJ #PMJtour

A photo posted by Postmodern Jukebox (@pmjofficial) on

Aber es war ein ganz überwältigender Abend.

Stunde des Staunens

Ich unterbreche meine Pause des Bloggens kurz für einen kleinen Bericht.
Denn ich habe am Samstag eine Zauberveranstaltung, namens „Stunde des Staunens“ besucht über die ich gerne kurz berichten würde.

Zaubern ist so eine Sache für sich. Als Kind hatte ich mal einen Zauberkasten. Aber ich erwies mich als zu tollpatschig und ungeschickt um da mit den beigelegten Tricks und Hilfsmitteln zu glänzen. Heute kann ich nur noch „machen das die Luft riecht“. Nichtsdestotrotz schaue ich mir im Fernsehen gerne mal was an, wenn da irgendwo mal gezaubert wird.
Und mal ehrlich, wer versucht dann nicht hinter dem Trick zu kommen, der dann vorgeführt wird, auch wenn einen Zauberei gar nicht interessiert?

Ich hatte am Samstag also die Gelegenheit einer solchen Veranstaltung beizuwohnen.
Die Stunde des Staunens findet im Berliner Ritz-Carlton an. Ein Grund mehr für mich da mal hinzugehen, denn ich war da noch nie in dem Nobelhotel. Es ist schon ein interessanter Bau. Ich möchte nicht wissen was da das günstigste Zimmerchen die Nacht kostet.

Aber ich bin ja nicht zum schlafen ins Ritz-Carlton gekommen…
Eingeleitet wird die Vorstellung von Sara Ritter (welche übrigens früher auch mal gebloggt hat… na erinnert sich noch wer an sie?), und nach einem Trick (sagt man das so?) hat sie dann an Fabian Weiss übergeben, der die Stunde wunderbar kurzweilig, interessant und amüsant gestaltet hat. Ich für meinen Teil hatte meinen Spaß, und ich habe nach kurzer Zeit interessanter Weise total vergessen darüber zu grübeln wie denn nun die einzelnen Tricks realisiert wurden… ich habe mich einfach dem vorgeführten hingegeben und mich überraschen lassen. Ich glaube das ist wirklich die bessere art eine solche Veranstaltung zu genießen.

Ich empfand es auch als sehr angenehm das die Veranstaltung in einem relativ kleinen Rahmen stattfindet. Ich habe nicht durch gezählt aber es waren , glaube ich, keine 30 Leute anwesend.
Und natürlich wird auch der eine oder andere Gast nach vorne geholt, bzw. zum mitmachen überredet. Ich denke die Bereitschaft in so einem kleinen Rahmen da vorne beim Zauberer zu stehen ist wesentlich größer als in einem Saal mit hunderten von Leuten.
Generell ist die Stimmung unter den Leuten sehr wichtig für das Gelingen eines guten Abends. Und es schien als ob ich dieses mal wirklich Glück gehabt habe, denn das Publikum hat wirklich gut „mitgearbeitet“. Das liegt aber auch der guten Arbeit mit den Leuten im Publikum durch Fabian Weiss und Sara Ritter.

Zwei Jahre machen die Beiden das schon. Und ich hoffe sie hören so schnell auch nicht auf, denn ich halte diese kurzweilige Veranstaltung für sehr sehenswert.
Ich denke mal, ich werde mir das noch mal ansehen, wenn ein neues Programm steht. Denn ich hatte an dem Abend meinen Spaß.

Wer Interesse hat, kann sich ja mal gerne auf www.stunde-des-staunens.de umsehen und evtl. sogar schon Tickets buchen. Die Beiden Akteure würden sich bestimmt freuen.

Ich mache dann mal weiter Blogpause.
Denkt daran, immer schön artig bleiben.

 

Leer

Die

Luft

ist

raus.

Ich pausiere erst mal, oder höre mit dem bloggen ganz auf.
Mal schauen. Der Gedanke komplett aufzuhören verfolgt mich schon eine Zeit lang.
Ich gebe dann aber rechtzeitig bescheid. Keine Angst.

Höflichkeit

Ich gebe zu, ich bin zuweilen ein recht mürrischer Mensch. Manche Leute kommen mit mir, meinen Eigenarten und Macken nicht klar. Auch innerhalb der Familie. Ist Ok, ich kann damit leben.
Worauf ich aber wirklich Wert lege wenn ich mit anderen Menschen konfrontiert werde, ist die Höflichkeit zu wahren. Ich versuche niemanden verbal auf die Füße zu treten, und gebe mein Bestes immer nett und zuvorkommend zu wirken. Was, wenn man von der Mimik her meist recht grimmig guckt, recht schwer ist.
Will meinen, gewisse Grundzüge an Höflichkeit müssen vorhanden sein.

Mir ist es zum Beispiel sehr wichtig immer zu grüßen wenn ich jemanden treffe den ich kenne. Auf Arbeit muss sich so jeder Kollege ein „‚Morgen“ von mir anhören, wozu ich dann meist eine kleine Runde durch die Produktion mache und in jeder Abteilung einen Gruß hinterlasse.
Treffe ich Leute bei mir im Haus im Treppenhaus, so bekommt ausnahmslos jeder ein „Guten Tag“ (und der Versuch ein freundliches Gesicht zu machen) von mir.

Menschen, die partout auf meinen Gruß nicht reagieren habe ich regelrecht gefressen. Auch wenn sie nach wiederholten male eines Grußes von mir nicht antworten, bleibe ich konsequent dabei.

Vor ca. drei Wochen ist eine junge Frau in mein Haus gezogen. Die wohnt nun direkt neben mir. Ich weiß nicht wie es bei Euch ist, aber ich habe kurz nach dem Einzug in meine Wohnung bei den Nachbarn direkt neben mir geklingelt, und mich vorgestellt. Man wohnt ja nun direkt Tür an Tür, und da finde ich es schon nett wenn man sich mal persönlich vorstellt. Schon alleine um einen ersten Eindruck zu bekommen was einen so erwartet.
Nun, bei besagter Nachbarin die vor kurzem eingezogen ist kam bis jetzt nichts. Ok, nicht jeder vertritt die Auffassung des „ersten Vorstellens“ bei einem Einzug, so wie ich.

Vor einer Woche habe ich sie dann mal „live“ im Treppenhaus gesehen, als ich am Briefkasten stand und sie den Müll herunter brachte. Ich grüßte artig mit einem „Guten Tag“, und es folgte… nichts. Keine Antwort, nicht mal ein Blick oder so was. Na holla, dachte ich mir, was ist denn das für eine Person?
Versteht mich nicht falsch, das war kein Versuch sie anzugraben oder so etwas. Ich wollte einfach nur höflich sein. Aber daraufhin nicht mal eine Antwort zu erhalten, ja nicht mal einen Blick in meine Richtung… das hat mich schon geärgert.

Vielleicht liegt das auch in der Familie bei ihr. Am Tage des Einzugs, da hatte ich zufällig frei, begegnete ich nach meinem Einkauf eine älteren Dame vor dem Haus, die auch ins Haus wollte. Ich grüßte artig, und fragte, „Und sie sind jetzt hier eingezogen?“ Man will ja wissen mit wem man es jetzt zu tun hat.
Und sie antwortete, „Nein, die Tochter“. Sonst nichts. Fand ich schon merkwürdig, diese knappe Antwort. Man hätte ja auch eine Gegenfrage stellen können um eine kleine Konversation zu starten. Ich wünschte daraufhin „Na dann viel Glück in der neuen Wohnung“, woraufhin nicht mal eine Antwort kam. Kein „Danke“… nichts.

Ich fand das äußerst unhöflich. Kein guter Start finde ich.

Oder auf Arbeit, da gibt es einen Kollegen, ein Vorgesetzter wenn man es so will, der grüßt einen nach und vor der Arbeit nicht. Würdigt einem nicht eines Blickes. Nicht mal ein freundliches Nicken in meine Richtung, obwohl meine Augen den Kontakt gesucht haben und ich einen schönen Feierabend wünschen wollte als ich ihn im Bus gesehen habe.
Nicht nur einmal, das ist mir schon mehrmals passiert bei dem Kollegen. Außerhalb der Arbeitszeiten kennt er keinen aus der Firma, bzw. von den Leuten unterhalb seiner Gehaltsstufe. Diese Erfahrung haben mir auch andere Kollegen mit ihm berichtet.
Solche plumpe Unhöflichkeit ärgert mich richtig. Herrjeh, ich will keinen saufen mit ihm gehen oder meine Freizeit mit ihm verbringen. Aber einem bekannten Kollegen einen schönen Feierabend wünschen ist doch wohl das mindeste, oder?

Oder verlange ich von anderen zu viel? Ich weiß es nicht.

In der U-Bahn / Mütter

Ich fahre ja gerne U-Bahn, aber eigentlich viel zu selten. Mein Arbeitsweg gibt nur Bus und S-Bahn her. Darum wird Teltow auch immer ein Kaff bleiben, weil es eben keine U-Bahn hat. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich habe die Tage frei, Überstunden abbauen weil derzeit in der Produktion nichts geht wegen einer Umstellung des Warenwirtschaftssystems. Soll mir, mit meinen über 170 Überstunden recht sein. Komme ich wenigstens etwas von den angesammelten Überstunden runter.
Und so habe ich gestern beschlossen mal wieder zur Wilmersdorfer Straße zu fahren, in die dortige Fußgängerzone. Zum shoppen und gucken. Naja, wenn ich ehrlich bin wollte ich eigentlich nur mal die dortige Filiale von Jim Block testen, aber bitte nicht weiter erzählen.

Dorthin bin ich dann mit der U-Bahn gefahren.
Und wie so oft in der U-Bahn, sitze ich dann da und gucke mir die Menschen an, anstatt auf mein Smartphone zu starren. Das ist immer sehr interessant, zumindest bei längeren Fahrten, da hier ja alle Nase lang neue Leute ein- und aussteigen und es immer was zu sehen gibt.

U-Bahn

Ich ergatterte mir also beim Umsteigen in die U7 am Bahnhof Mehringdamm einen Platz und begann mir das Schauspiel der verschiedensten Persönlichkeiten und Menschen in der Bahn anzugucken.
Es stiegen recht viele Leute ein, die um Geld baten. Unter anderem eine Frau die ihre Situation, kein Geld, keine Wohnung, keinen Job, in ein Liedchen fasste welches sie vortrug. Die Frau hat, so mein Eindruck, in ihrem Leben schon was an Drogen oder Alkohol weg. Hat man ihr deutlich angemerkt.

Es steig auch einer zu, der wirklich übel gerochen hat und äußerst penetrant um Geld bettelte indem er sich vor jeden Fahrgast stellte und demonstrativ die Hand aufhielt. Ob er den Gestank als „Bettelhilfe“ einsetzt, damit die Leute rasch zahlen und er „verduftet“?
Ja, der Typ hat schon übel gerochen. Noch lange bevor er in meiner Nähe war und ich ihn gesehen habe, fiel mir dieser wirklich bestialische Geruch auf.
Als er den Wagon weiter schlenderte um zu betteln, packte die Dame neben mir ein Fläschchen Duftöl oder so was aus, rieb sich die Hände ein, hielt sich diese vor ihr Gesicht und atmete tief ein.
Wenn ich offener mir fremden Menschen gegenüber wäre, und keine Probleme hätte diese anzusprechen, hätte ich ihr gesagt „Was uns nicht umbringt, härtet ab“. 🙂
Nun ja, ich bin kein Verfechter der Benutzer die übermäßig viel Sagrotan oder so Zeugs benutzen, und ich vermute diese Dame ist eine von diesen Menschen.

Interessant auch, auf der Rückfahrt war die U-Bahn recht voll. Aber neben dem Mann der wie ein islamistischer Terrorist aussah, so mit zerzausten Bart und dem typischen Käppie auf dem Kopf, wollte kaum einer sitzen.
Ja, mit all dem ganzen Mist der in den letzten Jahren passiert ist haben die Terroristen den hier lebenden streng gläubigen Muslimen keinen Gefallen getan. Aber ich glaube das wollen die auch, die Gesellschaft spalten damit sie mehr Zulauf bekommen.

Achja, bevor ich es vergesse. Mir fiel auf das sich Mütter wohl nie ändern werden. Meine Mutter z.B. vergisst auch heute nicht mir bei jedem Ausflug in die Innenstadt zu erzählen ich solle vorsichtig sein, weil „in der Stadt viel geklaut“ wird, und ich auf meine Sachen aufpassen soll.
Das ist so wie zu der Zeit als ich noch ein Auto hatte, da sagte sie auch vor jeder Fahrt zu mir, ich solle vorsichtig fahren, es ist glatt draußen (entweder es regnet, es liegt Laub auf den Straßen, es schneit oder die Sonne scheint….).
Mütter… die können wohl nicht aus ihrer Haut, auch mit 81 nicht. 😉
Aber hey, deswegen lieben wir sie doch so, oder?