Fußball

Ich habe es schon mal im Blog erwähnt, ich bin kein Fußballfreund. Und ich muss gestehen, ich bin sehr sehr froh wenn die aktuell laufende Fußball EM endlich ein Ende gefunden hat.

Es wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben wieso man als Zuschauer einer Sportart, egal welcher Sportart, so abgehen kann… so mit verkleiden in Mannschaftsfarben, herumgröhlen und exzentrisches schreien wenn die favorisierte Mannschaft ein Tor geschossen hat. Kann man nicht einfach das Spiel gucken, wenn es einen denn interessiert, und sich dann weniger lautstark äußern wenn denn mal was positives für die favorisierte Mannschaft passiert?

Wenn zum Beispiel Deutschland spielt, und gerade ein Tor geschossen hat, dann wird wenige Sekunden später in der Nachbarschaft mit Feuerwerk geknallt wie bekloppt. Ganz ehrlich… muss das wirklich sein?
Ja, nennt mich Spielverderber, oder das ich anderen keinen Spaß gönne. Herjeh, ich gönne anderen den Spaß, sollen sie gucken was sie wollen und feiern wie sie wollen, ich verstehe nur eben dieses Extreme nicht. Und es wäre nett, wenn sie die anderen, nicht Fußballbegeisterten Mitbürger, nicht nerven / stören würden.

Ich wurde schon mal gefragt, mehr als einmal, ob ich denn nicht stolz sei wenn Deutschland wieder ein wichtiges Turnier oder gar eine Meisterschaft gewinnt.
ich antworte dann immer, das ich nur stolz auf meine eigenen Leistungen sein kann. Wie kann ich stolz darauf sein, wenn hochbezahlte Profis ein Match gewinnen, und ich selber nichts dafür geleistet habe?  Das ist doch alles bekloppt, ehrlich.

Fußball ist in meinen Augen Opium fürs Volk. Es beruhigt die Volksseele, und lenkt von anderen Dingen wunderbar ab. Volksverdummung nenne ich das. Solange die heimische Mannschaft gut abschneidet, interessiert sich das Wahlvolk nicht für all das was sonst so in den Tagen passiert. Traurig finde ich das.

Wie erwähnt, ich verstehe dieses extreme abgehen der Menschen bei solchen Veranstaltungen nicht. Wie ich so vieles an der Menschheit nicht verstehe.

Im Naturkundemuseum Berlin

Letzten Freitag habe ich endlich das Naturkundemuseum Berlin besucht. Ich war ja, Schande über mich, noch nie da. Und in diesem Urlaub wollte ich es endlich aufsuchen. Zu viele Leute haben mir schon davon vorgeschwärmt, so das ich das Museum dann auch mal besuchen wollte.

Das Problem mit mir und Museen ist ja, ich kann mich nicht sonderlich lange an einem ausgestellten Stück aufhalten, es zieht mich gleich zum nächsten.
Wie ich die Tage erfahren habe, ist das eine Eigenheit vieler introvertierter Menschen wie ich es bin (ich glaube ich gehe in einem der nächsten Beiträge mal näher darauf ein). Sie nehmen Dinge, wie zum Beispiel in Museen, rasch auf und ziehen dann weiter zum nächsten. Irgendwann ist es genug, und sie wollen dann nur raus und den Informationsoverkill langsam abkühlen lassen.
Genossen habe ich den Museumsbesuch dennoch.

Gleich nach dem Eingang wird man von großen Dinosaurierskeletten „begrüßt“. Ich fand es wirklich beeindruckend, da zwischen den ausgestellten Exemplaren zu stehen. Da wird man sich seiner Winzigkeit im Universum wirklich bewusst.

  Naturkundemuseum

Nach wie vor frage ich mich aber, wieso gerade so viele Kinder, und hier überwiegend Jungs, so extrem begeistert und fasziniert von Dinosauriern sind.
Bei Mädchen sind es Pferde, und bei Jungs Dinosaurier. Ist schon interessant.

In einem Extra Raum wird Tristan, das zur Zeit beste erhaltene Exemplar eines Tyranosaurus Rex, ausgestellt. Ist schon irre, wenn man davor steht, sich den Schädel und die großen Zähne anguckt. Dem möchte man als Mensch lebend nicht begegnen.

  Naturkundemuseum

In einem anderen Raum wurden einem alles zu Tierpräparaten erklärt, natürlich gleich mit passenden Ausstellungsstücken, die wirklich Lebensecht aussahen. Besonders faszinierend fand den hier ausgestellten Orang Utan, der mal im Berliner Zoo gelebt hat. Leider habe ich den Namen es Orang Utans vergessen, und diesen auch nicht gut fotografieren können.
Aber die Mimik und die Augen des Riesenaffens fand ich äußerst beeindruckend.

Auch vor so großen Wesen wie Nilpferden machen die Präparatoren nicht halt. Ich stelle es mir sehr schwer vor, ein so großes Tier zu präparieren.

  Naturkundemuseum

Irgendwann drang ich in einem Raum vor, der vollgestellt war mit in Formaldehyd eingelegten Meeresbewohnern. Das war optisch äußerst beeindruckend. So viele Gläser mit eingelegten Fischen. Das müssen ja alle bekannten Meeresbewohnern gewesen sind, wenn man mal Wale und Meerjungfrauen ausklammert.  😉

  Naturkundemuseum

Die Abteilungen „System Erde“ und „Kosmos und Sonnensystem“ fand ich jetzt nicht so dolle, einfach weil es mich nicht so interessiert. Ebenso wie die Abteilung Mineralien, die fand ich auch öde. Für „Steine“ kann ich mich nicht wirklich begeistern.

Interessanter war dann wiederum die Abteilung „Evolution in Aktion„. Die Natur ist schon verdammt raffiniert. Und es macht alles so einen Sinn. Mir unverständlich das es wirklich hartgesottene Religiöse Gruppierungen gibt, die die Sache mit der Evolution komplett ablehnen.

In den kommenden Tagen ist dann ein Besuch im deutschen Technikmuseum geplant. Ich bin gespannt.

Apfelkuchen / oder zurück in die Kindheit

Kennt Ihr das, mal wieder Dinge essen / machen die man seit der Kindheit nicht mehr gegessen / gemacht hat?
Gerne erinnere ich mich zum Beispiel daran zurück, wie ich als Kind immer die Teigschüssel ausgeleckt habe, wenn meine Mutter Kuchen gebacken hat. Das wollte ich mal wieder machen. Und aus gegebenen Anlass bat ich meine Mutter um einen selbst gebackenen Apfelkuchen (Apfelkuchen gab es ziemlich häufig zu meinem Geburtstag) inklusive Teig auslöffeln aus der Schüssel.

Und so fand ich mich gestern bei Frau Muttern zum gemeinsamen Frühstück und anschließenden Kuchen backen ein.
Gleich zu Anfang musste ich feststellen, das Apfel schälen nicht so mein Ding ist. Bis jetzt stand ich ja noch nie vor der Situation einen Apfel schälen zu müssen. Wenn ich mal einen Apfel esse, dann mit Schale. Aber ein Apfelkuchen mit Schale ist ja auch doof… irgendwie.

Ich war sehr sehr überrascht das meine Mutter das Rezept mit dem Kuchenteig nicht im Kopf hat, sondern das sie es aus einem recht alten Buch nachgemacht hat. Einem Buch das sie schon ewig in Besitz hat. Tja, Mütter kochen auch nur mit Wasser. Und wieder ein kleiner Mythos über Mütter für mich zerstört. Und dafür musste ich erst 45 werden!  🙁

Zum Teig anrühren verwendete meine Mutter so einen Handmixer mit zwei Rührstäben. Genau das alte Ding was ich schon seit meiner Kindheit bei ihr kenne. Das es dieses alte Teil noch gibt und das es noch funktioniert, das hat mich sehr fasziniert. Aber mehr fasziniert hat mich, der Geruch von dem Mixer im Betrieb. Sobald der Elektromotor des Mixers anfing zu arbeiten, verbreitete er dieses typischen Geruch den er schon immer verbreitet hat… und zack war ich wieder zurück in meiner Kindheit… nur durch so einen einfachen simplem Geruch. Irre, oder?

Und dann bekam ich die Rührstäbe zum ablecken, und anschließend auch die Schüssel. Boah, wie lange habe ich schon keine Teigreste mehr aus einer Schüssel lecken dürfen… es war unbeschreiblich gut. Wieder so ein Moment, wo ich mich in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt habe.

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Vom fertigen Kuchen habe ich den gestrigen Tag dann nichts mehr gegessen, weil meine Mutter mich gleich zum Mittagessen dabehalten hat, und ich hinterher dann so pappsatt war das nichts mehr reingepasst hat. So habe ich mir dann zwei Stücken mitgenommen, und den Rest dann Frau Muttern, meiner Schwester, meinen Schwager und den Kindern da gelassen.

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Aber selbst am Nachmittag und Abend war ich noch vom Frühstück, teig auslöffeln und dem Mittagessen so satt das ich nichts mehr essen konnte.
Dafür gibt es dann gleich Apfelkuchen zum Frühstück auf dem Balkon, so!

So, letzter Urlaubstag der ersten Urlaubswoche. Es wird heute wieder recht warm. Ich werde, wie erwähnt, etwas Apfelkuchen zum Frühstück essen, Wäsche waschen und dann endlich ins Naturkundemuseum gehen. Da ist es, so hoffe ich, nicht ganz so warm (und überlaufen an dem Tag). So zumindest mein Plan für heute.
Zwei Wochen Urlaub habe ich dann noch.

Urlaub 2016

So, die größte Zeit des Jahres für mich ist angebrochen. Der dreiwöchige Sommerurlaub.
Mein meister hat damals in der Ausbildung immer gesagt, „erst ab drei Wochen Urlaub beginnt man sich zu erholen“.
Und seitdem nehme ich immer drei Wochen Urlaub im Sommer. Gerne würde ich ja auch auf vier Wochen im Sommer zurückgreifen, aber so viel genehmigt mir ja keiner.

Aber so richtig freuen kann ich mich dieses Jahr nicht auf den Urlaub. Denn er ist für meinen Geschmack zu früh… viel zu früh. Lieber habe ich so Juli / August Urlaub. Aber das war dieses Jahr nicht drin… leider. Man muss sich ja mit anderen Kollegen absprechen, obwohl es ja so etwas wie eine Absprache nicht gab. Es gab da Kollegen die haben schon im November Urlaub gebucht, ohne natürlich anderen Kollegen bescheid zu geben. Und die Order vom Chef ist ja, erst ab Januar dürfen die Urlaube für das laufende Jahr beantragt werden.
Besagte Kollegen reden sich dann natürlich raus, weil sie ja schon gebucht haben, und ein Rücktritt Geld kostet. Ich war da schon auf 180, als ich mich im Januar mit den Kollegen wegen dem Urlaub beratschlagen wollte, aber zu hören bekam „habe schon gebucht“. Ich nenne das, man verzeihe mir die Wortwahl, hinterfotzig.

Nun denn, so ist mein diesjähriger Sommerurlaub eben schon im Juni.
Als erste Amtshandlung habe ich am Freitag nach Feierabend erst mal den Wecker meines Tabletts ausgeschaltet.

 

Ich will ja nicht das ich am morgigen Montag, meinen ersten Urlaubstag, schon um vier Uhr wachgebimmelt werde.

Mein diesjähriger Sommerurlaub steht unter dem Motto „Kultur“. Denn ich habe festgestellt das ich schon ewig nicht mehr in einem Museum war. Und man will ja nicht verblöden.
Zum Beispiel war ich noch nie im Berliner Naturkundemuseum, obwohl so viele Menschen darüber nur gutes zu berichten haben. Also steht dieses ganz oben auf meinem Plan.
Auch das ägyptische Museum, das Computerspielemuseum und das deutsche Technikmuseum habe ich vor zu besuchen.
Na wenn das mal kein Programm ist… wie so’n Touri!  😀

Und sonst… ausschlafen ohne Wecker… und 45 werden!
Ach ja, und endlich endlich Lottomillionär werden oder die lebenslange Rente von 7.500 Euro monatlich der Glücksspirale gewinnen. Es muss doch endlich mal klappen.